Umwelt und Klima

Umwelt, Natur- und Klimaschutz sind für unsere Zukunft extrem zentrale Themen – auch wenn unsere Gegenwart gerade von der Bekämpfung der Corona-Pandemie dominiert wird. Das gilt auch hier in Brühl. Wir sind überzeugt, dass wir hier vor Ort mehr tun können, um unser Klima und unsere Umwelt zu schützen. Wir müssen alles daran setzen, dass auch unsere nachfolgenden Generationen noch gut in Brühl leben können.

Für unsere Umwelt ist mehr möglich

  • Brühl soll bis 2030 klimaneutral werden! Dazu brauchen wir auch die Stadtwerke, die mehr auf erneuerbare Energien setzen müssen.
  • Mehr konkrete Projekte statt ewiger Masterpläne: Wir müssen endlich handeln und weniger reden!
  • Menschen besser unterstützen: Wir wollen einen Klimaschutzfonds, mit dem wir die Umweltschutzanstrengungen der Brühlerinnen und Brühler fördern können.
  • Mehr Bäume, Grünflächen und Blumen in der Stadt – auch auf den Dächern und an den Fassaden.
  • Nachhaltiges Bauen muss in Brühl zum Standard werden. 

Für Mensch und Umwelt in Brühl

Klimaschutz und Umweltschutz werden oft als etwas dargestellt, das gegen uns Menschen geht – durch weniger Mobilität, weniger Konsum, weniger Spaß. Das sehen wir völlig anders! Auch wenn das Thema zur Zeit von Gesundheitsfragen überlagert zu sein scheint, ist klar: Klimaschutz hier vor Ort in Brühl hilft sowohl der Umwelt als auch den Menschen. Denn dabei geht es um Lebensqualität, um unsere Gesundheit – und sogar um Wirtschaft und Wohlstand. Denn Klimaschutz ist inzwischen ein echter Standortfaktor. Wir wollen daher in Brühl Klimaschutz und uns Menschen nicht länger gegeneinander ausspielen lassen und gemeinsam anpacken. Für uns alle.

Mehr konkrete Projekte – statt ewiger Masterpläne

Dabei ist es uns besonders wichtig, dass wir nicht weiter nur große und ewige Masterpläne, Konzepte und Papiere erstellen – und am Ende doch wieder nichts passiert. Wir brauchen jetzt mehr konkrete Projekte, sowohl im Großen als auch im Kleinen. Viele einzelne Schritte und Maßnahmen können zusammen eine große Wirkung erzielen. Wir wollen deshalb lokale Projekte wie Schulgärten, Urban Gardening, Flächenbegrünung und Kleingartenanlagen unterstützen. Und wir werden ganz konkret die vielen kleinen Maßnahmen angehen, mit denen unsere Stadt grüner und umweltfreundlicher wird – von der Stadtgestaltung bis zum Verkehr.

Klimaschutz: Menschen besser unterstützen

Nur eins ist teurer als Klimaschutz: kein Klimaschutz. Deshalb müssen wir die Brühlerinnen und Brühler besser unterstützen. Klimaschutz darf nicht vom Portemonnaie der einzelnen abhängen! Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger in Brühl bei ihren Anstrengungen beim Umweltschutz daher mit einem kommunalen Klimaschutz-Fonds unterstützen – zum Beispiel bei der Anlage von naturnahen Vorgärten, der Begrünung von Fassaden und Dächern oder der Schaffung dezentraler Energieanlagen. Zugleich müssen wir uns in Brühl darauf einstellen, dass das Klima sich verändert – wir müssen auf Extremwetter-Phänomene vorbereitet sein, auf Hitze ebenso wie auf Starkregen und Sturm. Dass man nicht immer vom günstigsten Szenario ausgehen darf, dass wir uns wappnen müssen, hat die Corona-Krise gezeigt. Nur so bleibt Brühl ein Ort, an dem man gesund und sicher leben kann.

Stadtgestaltung: Mehr Grün!

Brühl muss grüner werden! Nein, nicht politisch – sondern endlich im Wortsinn. Mehr Bäume, mehr Grünflächen und Pflanzen und mehr Blumen. Wir müssen in der Stadtgestaltung mehr Anstrengungen unternehmen, denn wir brauchen jeden Baum! Selbst unsere Häuser können grüner werden. Wir wollen deshalb die Begrünung von Dächern und Fassaden aktiv fördern. Neue Baugebiete müssen von vornherein mehr Grün in den Bebauungsplänen festgeschrieben bekommen. Dazu gehören große, zusammenhängende Grünanlagen, weniger versiegelte Flächen und vorgegebene Baumpflanzungen.

Nachhaltiges Bauen

Es wird viel gebaut im Brühl, und auch hier können wir mehr tun. Klimaeffizientes Bauen ist ein wichtiges Stichwort, und das kann von der Stadt besser unterstützt werden. Und wir müssen es einfordern! Dazu brauchen wir neue und bessere Baukonzepte in Brühl. Ganz besonders viel Einfluss haben wir natürlich bei den städtischen Bauvorhaben und den Flächen, die der Stadt gehören. Hier muss klar sein, dass wir endlich mehr ökologische und CO2-vermindernde Maßnahmen brauchen. Auch die Energieversorgung dieser neuen Wohngebiete muss nachhaltig gedacht werden – durch Mieterstrommodelle und Blockheizkraftwerke.

Die Stadtwerke müssen mehr tun!

Klimaschutz vor Ort in Brühl ist ohne unsere Stadtwerke nicht denkbar. Wir fordern: Die Stadtwerke Brühl sollen im Laufe des Jahres 2020 ein Konzept vorlegen, wie sie ihren Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Stromversorgung kurzfristig massiv erhöhen können. Mindestens muss der Anteil der künftig wegfallenden Kernenergie ausschließlich aus erneuerbaren Energien ersetzt werden. Die Stadtwerke müssen im Klimaschutz ihrer öffentlichen Verantwortung gerecht werden und sich aktiv dafür einsetzen. Ein wichtiger Schritt wäre auch, dass die Stadtwerke eigenen nachhaltigen Strom erzeugt. Durch Windkraft und Photovoltaikanlagen können hier deutliche Effekte bringen.

Stadt Brühl soll mit gutem Beispiel voran gehen

Wenn die Stadt selbst nicht mit gutem Beispiel voran geht – wie können wir es dann von den Brühlerinnen und Brühlern verlangen? Wir wollen deshalb die Stadt Brühl zur Innovationsstadt für den Klimaschutz machen und bis 2030 klimaneutral werden. Die Stadtverwaltung muss emissionsfrei werden, dazu brauchen wir beispielsweise mehr Solaranlagen auf den Dächern der städtischen Gebäude. Städtische Bauvorhaben müssen ressourcenschonend geplant und umgesetzt werden, damit sie nach ihrer Lebens- und Nutzungsdauer umweltschonend und klimaneutral zurückgebaut werden können (“cradle to cradle”). Städtische Kitas und Schulen sollen konsequent begrünt werden, damit ein gutes Mikroklima entsteht und die Gebäude besser vor Hitze geschützt werden.

Fazit: Wir können mehr für unsere Umwelt tun

Wir können mehr für Umwelt und Klimaschutz in Brühl tun, als es heute der Fall ist. Dazu müssen wir aber konsequent und kreativ die einzelnen Schritte zur klimaneutralen Stadt gehen. Wir sind davon überzeugt, dass der konkrete Klimaschutz vor Ort die erste Stufe ist, in der es konkret einzugreifen gilt – was lokal passiert, hat eine Wirkung auf die Welt an sich. Denn: Wir müssen alles daran setzen, um unsere Lebensgrundlage auch für die nachfolgenden Generationen zu erhalten und zu sichern.

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