Weil mehr möglich ist

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Wahlprogramm 2020-2025 für Brühl

Mehr möglich machen

Brühl hat eine großartige Stadtgesellschaft – mit tollen Menschen, die hier leben. Um die Möglichkeiten, die unsere Stadt hat, beneiden uns viele andere Städte und Gemeinden. Aber nutzen wir sie? Wir finden: Nicht genug. Es gibt noch immer so viele Herausforderungen, die nicht angepackt worden sind.

Seit sechs Jahren haben wir einen Bürgermeister, der mit großer Kraft und viel Engagement für die Zukunft Brühls arbeitet. Aber Dieter Freytag ist darauf angewiesen, dass der Stadtrat ihn bei dieser Arbeit unterstützt – denn die meisten großen Entscheidungen werden nur hier getroffen. Dieter Freytag hat vieles erreicht. Wir kämpfen bei der Kommunalwahl um jede Stimme, weil wir mit ihm gemeinsam Brühl voranbringen wollen.

Eine so starke Stadt, mit so vielen Möglichkeiten – und trotzdem werden viele Probleme und Herausforderungen nicht angepackt? Das kann nicht sein! Wir sind überzeugt, dass Brühl mehr kann. Deshalb wollen wir mit ganzer Kraft dafür arbeiten, unsere Stadt für die Zukunft zu gestalten und die Lebensqualität für alle Menschen zu steigern. Helfen wir alle mit – weil mehr möglich ist.

Familien in Brühl

Sie finden, Familie ist so wichtig wie sonst kaum etwas? Das geht uns genauso. Brühl ist heute schon ein guter Ort für Familien: Übersichtlich und persönlich – und zugleich so vielfältig, dass man vor Ort alles findet. Kein Wunder, dass in den letzten Jahren viele neue Familien zu uns gezogen sind. Aber da geht noch mehr. Wir wollen Brühl als Familienstadt noch besser machen.

  • Brühl braucht mehr Raum zum Spielen – in jedem Stadtteil, durch mehr und bessere Spielplätze, mehr Grün, mehr verkehrsfreie Bereiche.
  • Die Nachfrage nach Kita-Plätzen steigt stetig, insbesondere für Kinder unter drei Jahren. Wir schaffen die Plätze dort, wo sie gebraucht werden.
  • Wir wollen gesundes und frisch gekochtes Essen in allen Brühler Kitas – und das kostenfrei.
  • Jugendliche benötigen mehr Treffpunkte jenseits von Vereinen und Kneipen – geschützt und dennoch frei.
  • Senioren müssen sich darauf verlassen können, in Brühl ohne Barrieren aktiv bleiben zu können und den für sie passenden Wohnraum zu finden.

Mehr Freiräume für Kinder und Jugendliche 

Kinder und Jugendliche brauchen eigene Freiräume in Brühl. Plätze und Orte zum Spielen, Leben und Aufwachsen. Die Beschränkungen durch die Pandemie haben junge Brühler noch viel mehr getroffen als die Erwachsenen – ohne Bewegung, Spiel und Austausch wächst der Frust. 

Wir schaffen Spielmöglichkeiten da, wo auch das Leben spielt. Grünflächen ohne „Betreten verboten“-Schild. Wir wollen mehr und bessere Spielplätze, wir wollen Raum für Sport und Spiel. Für die Jugendlichen braucht es mehr Treffpunkte – davon gibt es zurzeit einfach zu wenige in Brühl. Das Cultra, der City-Treff und der Kinder- und Jugendtreff „Klasse“ in Vochem sind gute Angebote. Aber Jugendliche brauchen auch Orte, an denen sie sich selbst organisiert treffen und eigene Ideen umsetzen können. Solche Orte wollen wir ihnen geben.

Kinderbetreuung in Brühl

Kinderbetreuung ist zentraler Bestandteil einer familienfreundlichen Stadt. Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren für den Ausbau der Kinderbetreuung gekämpft und viel erreicht. Mit unserem Bürgermeister Dieter Freytag haben wir dabei einen starken Verbündeten. Und dennoch: Es wäre mehr für Brühl möglich, wenn Bürgermeister und Stadtrat an einem Strang ziehen würden. Mit einer Ratsmehrheit werden wir die Kinderbetreuung in Brühl weiter verbessern: Mehr Kindergartenplätze, mehr U3-Betreuung, gesundes und frisches Essen in den Kitas. Und wir werden daran arbeiten, die Kita-Gebühren in Brühl Schritt für Schritt abzuschaffen. 

Eltern werden: Kinder bekommen in Brühl

Eltern werden ist nicht schwer? Von wegen. Wir wissen, wie viel Hilfe und Unterstützung Frauen und Paare brauchen, die ein Kind erwarten. Wir wollen daher das Beratungsangebot der Stadt stark ausbauen und schwangeren Brühlerinnen so früh und so schnell wie möglich zur Seite stehen. Dazu gehören Netzwerke zwischen der Stadt, dem Krankenhaus, den Kirchen und den Wohlfahrtsverbänden. Es gibt viele hilfreiche Initiativen und Beratung – sorgen wir dafür, sie auch an die Frau zu bringen. Und das über die Babyphase hinaus. Denn Konflikte, Zweifel und Beratungsbedarf gibt es in Familien nicht nur unter den Extrembedingungen des Shutdowns.

Wir unterstützen auch die Initiative der Rhein-Erft-SPD, eine eigene Kinder- und Jugendklinik im Rhein-Erft-Kreis aufzubauen – denn auch bei der ärztlichen Versorgung ist mehr möglich.

Wir wollen in Brühl alt werden

Familie, das sind nicht nur Kinder und junge Eltern. Die Großeltern gehören ebenso dazu. Uns liegen die Senioren am Herzen. Auch wir wollen in Brühl alt werden können. Gute Pflege zu Hause und bezahlbare Wohnheime, passender Wohnraum für alte Menschen und ein breites Angebot für Beratung, Freizeit und Engagement – das sind für uns wichtige Bausteine für ein seniorenfreundliches Brühl. Und warum binden wir die Erfahrung und das Verantwortungsbewusstsein älterer Brühler/innen so wenig ein? Schaffen wir doch ein Patenprogramm für Kinder und Jugendliche, die vertraute Personen, Ermutigung und Rat außerhalb ihrer Familie brauchen. Es wäre ein Gewinn für alle. Umso mehr, als in der Corona-Zeit in der öffentlichen Debatte ein Gegeneinander von Jungen und Alten behauptet wurde, das so nicht stehen bleiben kann.

Wir brauchen in Brühl bezahlbare Plätze in Pflegeeinrichtungen. Das schaffen wir nicht alleine, dazu brauchen wir die Unterstützung von Land und Bund. Aber auch Brühl kann mehr tun, um die Kosten zu senken. Mit einer Ratsmehrheit werden wir daher das Bauland für solche Einrichtungen zu sozialverträglichen Preisen, zum Beispiel in Erbpacht, zur Verfügung stellen. 

Brühl gehört zur Familie

Brühl gehört zur Familie. Und Familien gehören zu Brühl. Wir wollen deshalb für Kinder, Jugendliche, Eltern und ältere Brühler/innen das Beste rausholen. Familienfreundlichkeit ist für uns kein leeres Schlagwort, sondern eines der wichtigsten Ziele für unsere Stadt.

Sicherheit

In unserer Stadt soll jeder sicher und frei leben können. Dazu müssen wir aber mehr Anstrengungen unternehmen und konsequenter arbeiten. Mit einer Ratsmehrheit werden wir unserem Bürgermeister deutlich mehr Unterstützung für ein sicheres Brühl geben.

  • Wir wollen Kriminalität verhindern, bevor sie entsteht – dazu brauchen wir mehr Prävention, Aufklärung und bürgerschaftliches Engagement.
  • Die Polizei- und Ordnungsdienste sollen an öffentlichen Plätzen deutlich präsenter werden. So können wir Konflikte entschärfen und das Sicherheitsgefühl erhöhen.
  • Sichere Stadtteile können wir auch durch gezielte Stadtplanungskonzepte schaffen, indem wir dort sozialpädagogische Angebote, Bürgerdialog und Präsenz der Ordnungskräfte verbessern. 
  • Wir brauchen eine gut ausgestattete, zentral gelegene Feuerwehrwache in Brühl.
  • Brühl soll sauberer werden! Sauberkeit gehört zu einer sicheren Stadt, in der wir gut leben können, einfach dazu. 

Kriminalität verhindern durch mehr Prävention

Kriminalität lässt sich am besten bekämpfen, indem wir sie erst gar nicht entstehen lassen. Diese simple Erkenntnis wird noch immer nicht ausreichend in konkrete Taten umgesetzt. Prävention ist am Ende einfacher und billiger, als Straftäter zu verfolgen und zu bestrafen. Mit einer Ratsmehrheit werden wir in Brühl deshalb die Anstrengungen zur Vorbeugung von Straftaten massiv verstärken. Dazu gehören auch mehr Beratungsangebote, die beispielsweise bei Sucht, Familienstreit, Perspektivlosigkeit und Überschuldung wirksam Konflikten vorbeugen können – und Angebote für Frauen, die von häuslicher Gewalt bedroht sind, ein Punkt, der durch die Einschränkungen in der Corona-Zeit verstärkt ins Bewusstsein gekommen ist. Auch den Einsatz von Streetworkern wollen wir verstärken. Mit einer Ratsmehrheit werden wir die Einrichtung eines Kriminalpräventiven Rats voranbringen, in dem Fachleute der Polizei, der Feuerwehr, des Brühler Ordnungsdienstes und des Sozial- und Jugendamtes sitzen, um Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit zu entwickeln.  

Mehr Präsenz von Polizei und Ordnungsdienst

Zu einer wirksamen Prävention gehören Polizei und Ordnungsdienst – ohne sie ist, wie wir bei der Durchsetzung der Corona-Regelungen alle gesehen haben, „kein Staat zu machen“. Mit einer Ratsmehrheit werden wir deshalb die Präsenz der Sicherheitsbehörden in Brühl deutlich verstärken. Gerade an öffentlichen Plätzen können auf diese Weise Konflikte und Kleinkriminalität unterbunden werden. So können wir uns dort sicher fühlen und gerne aufhalten. In unseren Wohngebieten können wir mit mehr Polizeistreifen Wohnungseinbrüche reduzieren. Die Präsenz der Polizei in Brühl ist allerdings Aufgabe des Kreises und des Landes. Hier fordern wir, dass mehr Kräfte für Brühl zur Verfügung stehen. Um unseren Anteil für mehr Sicherheit in Brühl zu leisten, werden wir die Präsenz des städtischen Ordnungsdienstes vor Ort weiter verstärken. Wir unterstützen dabei unseren Bürgermeister Dieter Freytag, der hier bereits eine bessere personelle und sachliche Ausstattung des Ordnungsdienstes auf den Weg gebracht hat.

Sichere Stadtteile durch bessere Stadtplanungskonzepte

Wir können die Sicherheit in den Brühler Stadtteilen auch dadurch erhöhen, dass wir sie ganz grundlegend in der Stadtplanung berücksichtigen. Wie wollen wir die Stadtteile gestalten? Entstehen irgendwo Angsträume? Gerade auch die verschiedenen sozialpädagogischen Angebote, der Bürgerdialog und die Präsenz der Ordnungskräfte lassen sich so von Anfang an mitdenken. Wie ein Angstraum zum Guten verbessert werden kann, hat der Umbau der Unterführung zwischen Carl-Schurz-Straße und Balthasar-Neumann-Platz gezeigt. Mit einer Ratsmehrheit wird der von uns geforderte Kriminalpräventive Rat den Aspekt der Sicherheit von Anfang an in die Entwicklung der Wohnviertel einbringen.

Sauberkeit in Brühl verbessern

Sauberkeit ist was für Spießer? Dann sind wir gerne spießig. Wir wollen, dass es in Brühl sauber und ordentlich ist. Mit dem Zustand mancher Straßen und Plätze sind wir deshalb eher weniger glücklich. Brühl muss sauberer werden. Mit einer Ratsmehrheit werden wir sowohl die Arbeit der Stadtreinigung verstärken als auch Verschmutzungen und Müll durch den Ordnungsdienst besser bekämpfen. Außerdem brauchen wir schlichtweg mehr Mülleimer in Brühl. Wilde Müllkippen müssen umgehend entfernt werden, damit sie nicht weitere Vermüllung anziehen. Dazu fordern wir ein Serviceversprechen ein, dass diese Müllkippen innerhalb von 48 Stunden entfernt werden. In Zusammenarbeit mit dem StadtServiceBetrieb wollen wir die Verursacher stärker zur Verantwortung ziehen. Dazu kann zum Beispiel der Einsatz von sogenannten Mülldetektiv/innen beitragen.

Feuerwehr Brühl: Wir brauchen eine zentrale Feuerwache

Auch die Feuerwehr ist ein wichtiger Bestandteil jedes Sicherheitskonzeptes. Die Brühler Feuerwehr leistet eine fantastische Arbeit, wird aber derzeit nicht gut genug unterstützt. Wir brauchen dringend eine neue, zentrale Feuerwache – mit einer Ausstattung auf der Höhe der Zeit und guten Arbeitsbedingungen für die Feuerwehrleute. Die Sicherheit aller Brühler/innen, egal wo sie im Stadtgebiet wohnen, muss gewährleistet werden. Die gesetzlichen Ausrückzeiten stellen wir nur durch die zentrale Feuerwache sicher – das ist für uns nicht verhandelbar.

Vorbereitet auf Pandemien

Wir sind ehrlich – eine Vorbereitung auf Pandemien hatten wir bisher nicht in Wahlprogrammen vorgesehen. Jetzt wissen wir, wie wichtig zügiges, solidarisches Handeln und die entsprechenden Vorbereitungen in solchen Notlagen sind. Wir werden die Ausstattung und die Organisation der Stadt so verbessern, dass wir auch für kommende Krisen möglichst gut gerüstet sind.

Sicherheit gehört zu einem guten Leben

Sicherheit hat viel mit Freiheit zu tun. Nur wer sicher ist, kann frei und gut leben. Das ist es, was eine Gemeinschaft leisten muss. Wir wollen die Sicherheit in Brühl deutlich erhöhen und sind überzeugt: Wenn wir zusammen konsequent anpacken, ist das möglich. 

Schulen

Die Schulen in Brühl bieten bereits heute ein gutes Bildungsangebot. Es wäre aber noch deutlich mehr für unsere Schülerinnen und Schüler möglich als heute getan wird. Da wollen wir ran. Die Schulen in Brühl sollen noch besser werden und unseren Kindern so die beste Bildung ermöglichen.

  • Wir wollen die Grundschulen zu Familienzentren machen – mit Treffpunkten, Beratung und Freizeitangeboten für die ganze Familie.
  • Wir statten endlich alle Brühler Schulen für digitales Lernen aus!
  • Gute Ganztagsschule bedeutet mehr und qualifiziertes Personal und mehr Lern-, Freizeit- und Entspannungsangebote, die die Schule zum Lebensraum machen.
  • Es soll kostenfreies und gesundes Essen für alle Schulkinder in Brühl geben!
  • Kein Abschluss ohne Anschluss! Wir brauchen mehr Ausbildungsplätze an städtischen Unternehmen.
  • Brühler Kinder müssen einen Platz an Brühler Schulen finden können – egal, ob an den Grundschulen, weiterführenden Schulen oder Förderschulen. 

Wir wollen unsere Schulen besser machen

Schulen sind für uns besonders wichtig. Nur mit einer hochwertigen Schulbildung haben unsere Kinder eine Chance auf ein gutes, erfülltes Leben – was hätte das klarer gemacht als die Wochen der Schulschließung? Wir sind mit dem Stand bei den Brühler Schulen deshalb schon grundsätzlich nie zufrieden und werden immer für weitere Verbesserungen eintreten. Wir sind überzeugt: Es wäre deutlich mehr möglich als bisher schon erreicht wurde. Als Stadt haben wir hier nur auf bestimmte Bereiche Einfluss – diesen wollen wir aber nutzen. Und wir werden beim Land NRW noch lauter und stärker einfordern, dass der Unterricht besser wird und Unterrichtsausfall bekämpft wird. 

Grundschulen – den besten Start ermöglichen

Die Grundschulen sollten dabei unsere besondere Aufmerksamkeit bekommen. Sie sind für unsere Kleinsten der Start in die Schullaufbahn. Wir wollen deshalb in der kommenden Zeit genau überprüfen, wo wir unsere Grundschulen in Brühl noch besser ausstatten können und ob es irgendwo Defizite gibt, die angegangen werden müssen. 

Eine besondere Idee, die wir für die Grundschulen in Brühl haben, sind die sogenannten Familiengrundschulen. Wir wollen die Grundschulen zu Familienzentren machen. Nicht nur für die Kinder, sondern für die ganze Familie. Hier soll es neben dem klassischen Schulunterricht deshalb auch Beratungsangebote für die Eltern geben, Treffpunkte und Freizeitmöglichkeiten. Gesunde Ernährung, Bewegung und ein gutes Miteinander: Das sind die Säulen für eine gesunde Familien-Grundschule. 

Schulen digitalisieren

Schule muss digital werden! Warum? Weil digitale Medien längst unverzichtbar sind, im Berufs- und Privatleben. Weshalb sollten die Schulen eine Ausnahme sein? Spätestens in der Corona-Krise haben alle Eltern mit Schulkindern gemerkt, dass es bis zur selbstverständlichen Nutzung von neuen Medien in den Schulen noch ein Stück Weg ist. Wir brauchen kluge pädagogische Konzepte, um den Unterricht mit digitalen Elementen zu bereichern und ihn damit vielseitiger und zielgruppenorientierter zu gestalten. Als Stadt können wir vor allem die Rahmenbedingungen schaffen und unsere Schulen mit der entsprechenden Technik ausstatten, Rahmenverträge aushandeln, die datenschutzrechtlichen Voraussetzungen klären – dort, wo es das Land NRW es nicht tut. Aber Hardware alleine macht Schulen nicht besser – zu oft wurden Medien angeschafft, die dann fast ungenutzt veralten. Wir brauchen auch den Support durch Fachkräfte in der Stadtverwaltung und durch externe Dienstleister. Dafür müssen wir mehr Fachpersonal einstellen, damit wir Kinder und Lehrerschaft nicht mit der Digitalisierung allein lassen.

Bessere Ganztagsschulen – für bessere Bildung

Kinder und Jugendliche brauchen Zeit zum Lernen. Und auch die Situation zuhause in den Familien hat sich verändert: Meist wollen beide Eltern ihren beruflichen Weg gehen, mitunter ist es schon finanziell gar nicht anders möglich. Mit einer Ratsmehrheit werden wir deshalb die Offene Ganztagsschule in Brühl besonders stärken. Schule soll zum Lern- und Lebensraum gleichermaßen werden. 

Dazu brauchen unsere Schulen aber die notwendige Ausstattung und auch ausreichend Personal. Wir müssen die Qualität im Offenen Ganztag weiter verbessern, durch vielfältige und fördernde Kursangebote, Räume, in denen man gerne spielt und lernt, und durch Fachpersonal. Um dies zu erreichen, werden wir mit einer Ratsmehrheit die Trägerschaft der Offenen Ganztagsschulen und Mitarbeiter/innen in städtische Verantwortung übernehmen. Dadurch schaffen wir sichere Arbeitsplätze für die Beschäftigten und sichern auch die Betreuung in Ausfallzeiten. Auch im Offenen Ganztag macht sich der Mangel an Fachkräften zunehmend bemerkbar. Im Wettbewerb um die besten Kräfte hätte die Stadt Brühl mit tarifgebundenen Arbeitsplätzen entscheidende Vorteile. 

Gesundes und kostenfreies Essen in der Schule

Wer den ganzen Tag in der Schule ist, braucht dort ein gutes und gesundes Essen. Und für uns ist klar: auch ein kostenfreies Essen. In der Schule sollten alle Schülerinnen und Schüler die gleichen Möglichkeiten und Bedingungen haben. Mit einer Ratsmehrheit werden wir dafür sorgen, dass das Essen in der Schule nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängt. Zu oft kommt es vor, dass gerade Familien, deren Kinder die Anregungen und Möglichkeiten der OGS dringend bräuchten, ihre Kinder abmelden, weil der Essensbeitrag abschreckend wirkt. Essen ist für uns Teil von Bildung, und Bildung ist für uns immer kostenfrei.

Inklusion: Schule ist für alle da!

Inklusion ist ein oft missverstandenes und schwieriges Thema. Wir verstehen die Sorgen, die viele Eltern bei diesem Thema haben – denn auch sie wollen die beste Bildung für ihre Kinder. Aber wir sind überzeugt, dass Inklusion am Ende allen nützt und eine Bereicherung ist. Mit einer Ratsmehrheit werden wir an allen städtischen Schulen die räumlichen Bedingungen für Differenzierungsangebote schaffen. Darauf achten wir beim Neubau an der Erich-Kästner-Realschule, aber auch bei den notwendigen Erweiterungen an den anderen Schulen. Dringend notwendig ist daher auch eine Erweiterung der Pestalozzi-Schule. Dort kann das Differenzierungsangebot zurzeit nur in Containern sichergestellt werden. Das entspricht nicht unserer Vorstellung von guter Schule – erst mehr Raum für unsere Schulkinder ermöglicht hier bessere Bildung für alle.

Übergang in den Beruf erleichtern

Was passiert eigentlich nach der Schule? Diese Frage stellen sich früher oder später alle Schülerinnen und Schüler. Unser Anspruch für Brühl ist es, dass kein Abschluss ohne einen Anschluss bleiben darf! Wir wollen mehr Jugendlichen den direkten Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf ermöglichen und besonders schwächere Jugendliche bei diesem Übergang so gut wie möglich unterstützen. Dazu sehen wir die Stadt Brühl und auch die städtischen Unternehmen in der Pflicht. Die Stadt Brühl geht hier mit gutem Beispiel voran und schafft attraktive und zukunftsfähige Ausbildungsmöglichkeiten: die Praxisorientierte Ausbildung für Erzieher/innen, duale Ausbildungsangebote oder die Notfall-Sanitäter/innen-Ausbildung. Aber auch die Stadtwerke, die Gebausie und der StadtServiceBetrieb müssen Ausbildungsplätze anbieten und dabei auch Angebote für Abgänger/innen der Haupt- und Förderschule schaffen. 

Gesamtschule in Brühl: den Bedarf sichern

Die Brühler Gesamtschule braucht mehr Räume – für die größere Oberstufe und das „Gemeinsame Lernen“. Daher muss jetzt eine Erweiterung her, damit wir für die Brühler Schülerinnen und Schüler den Platzbedarf sichern. Aber hier braucht es noch mehr: Wir sind von der Idee der Gesamtschule überzeugt und setzen uns dafür ein, dass die Nachfrage nach Plätzen an dieser Schulform in Brühl gedeckt werden kann. Dabei müssen wir die Entwicklung der anderen weiterführenden Schulen in Brühl und die Entstehung weiterer Gesamtschulen im Umland im Blick haben. Neue Schulen in Wesseling, Hürth und Bornheim entlasten die Brühler Gesamtschule zugunsten Brühler Schülerinnen und Schülern. Zur Wahrheit gehört aber auch: Soll es eine weitere Gesamtschule geben, bedeutet auch das Ende einer anderen Schule in Brühl. Daher werden wir hier nur im Einvernehmen mit den Schulen und Eltern die weitere Entwicklung planen.     

Grundschulplätze im Brühler Süden schaffen – konkret statt nur vielleicht und irgendwie

Auch für die Grundschulen gilt: kurze Beine, kurze Wege. Wir wollen den Bedarf an Grundschulplätzen wohnortnah decken, soweit es möglich ist. Das ist gerade im Brühler Süden eine Herausforderung. Dabei werden wir keine leeren Versprechungen machen: Ob wir eine neue Grundschule in Brühl eröffnen können, entscheiden nicht wir, sondern gemeinsam mit der Bezirksregierung und dem Land NRW. Deshalb konzentrieren wir uns auf das Machbare und wollen die Grundschule in Pingsdorf auf volle Zweizügigkeit erweitern. Das muss jetzt unbedingt angegangen werden. Damit die Schwadorfer Schulkinder sicher aus der Offenen Ganztagsschule wieder nach Hause kommen, fordern wir einen Schulbus am Nachmittag. 

Beste Bildung in Brühl

Schulen und Bildung für unsere Kinder und Jugendliche sind für uns ganz besonders zentrale Bereiche unserer Arbeit für Brühl. Wir werden hartnäckig und mit aller Kraft für bessere Schulen arbeiten und wollen so unseren Schülerinnen und Schülern den besten Start ins Leben ermöglichen.

Verkehr und Mobilität

Der Verkehr in Brühl wird immer stärker. Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto – Tag für Tag sind Menschen unterwegs. Wir wollen Brühls Lebensqualität trotz des schnellen Wachstums für alle erhalten. Deshalb brauchen wir ein besseres und nachhaltigeres Verkehrs- und Mobilitätskonzept.  

  • Zu Fuß, mit dem Rad, mit Bus und Bahn – Brühl braucht Verkehrskonzepte, die nicht nur in Auto-Kategorien denken.
  • Straßenverkehr kann in Brühl anders gestaltet werden, um so den Verkehr endlich wieder ins Laufen zu bringen.
  • Wir brauchen einen besseren Nahverkehr in Brühl – für alle, unabhängig vom Geldbeutel. Wir wollen Bus und Bahn in Brühl deshalb kostenfrei machen.
  • Fahrradfahren muss einfacher und sicherer werden. Dafür braucht es bessere Fahrradwege.
  • Wir wollen, dass Fußgänger in Brühl immer sicher sind.

Ein besseres Verkehrskonzept für Brühl

Unsere Verkehrsflächen sind begrenzt, aber der Verkehr nimmt immer mehr zu. Deshalb können wir nicht einfach weitermachen wie bisher. Wir müssen sicherstellen, dass alle in Brühl mobil sein können – und dass trotzdem dabei nicht die Stadt im Autoverkehr untergeht. So wie es jetzt ist, leidet die Lebensqualität. Um eine wirksame und nachhaltige Verbesserung zu erreichen, dürfen wir nicht immer nur in Autoverkehrs-Kategorien denken, auch wenn das Auto neben dem Fahrrad in Corona-Zeiten wieder verstärkt genutzt wird. Mehr Nahverkehr, bessere Möglichkeiten für Fußgänger und Fahrradfahrer und natürlich auch ein besser organisierter Autoverkehr sind uns sehr wichtig. Und wir müssen auch hier vor Ort unsere Umwelt und das Klima besser schützen. Der Verkehr ist dabei ein wichtiger Teil. Möglich ist hier viel für Brühl – wenn endlich konsequent und zielorientiert angepackt wird. Mit einer Ratsmehrheit werden wir genau dafür im Stadtrat sorgen und unseren Bürgermeister mit diesem Plan unterstützen. 

Straßenverkehr: Das geht anders

Im Mittelpunkt des Verkehrs stehen heute leider immer noch Autos und LKWs. Wir wollen niemandem das Auto wegnehmen, sondern den Autoverkehr in der Stadt besser organisieren. Wir müssen die Verkehrsströme besser lenken und wollen daher ein funktionierendes Verkehrsleitsystem einführen. Wir brauchen mehr Kreisverkehre, um den Stau an Ampeln zu reduzieren. Und wir müssen dafür sorgen, dass Autofahrer auf der Suche nach einem Parkplatz nicht kilometerweit in der Stadt herumfahren müssen. Entscheidend ist es, den Autoverkehr in der Innenstadt zu reduzieren. Das geht vor allem durch bessere und flexiblere Angebote im öffentlichen Nahverkehr. Eines unserer wichtigsten Ziele: LKWs raus aus der Innenstadt! Durchgangsverkehre von LKWs belasten die Anwohnerinnen und Anwohner, gefährden andere Verkehrsteilnehmer/innen und verpesten unsere Luft. Hier muss ein Verbot für LKW her, die nicht als Ziel oder Ursprung die Innenstadt haben. Wir werden uns dazu auch nachdrücklich gegenüber dem Land NRW dafür einsetzen, damit zum Beispiel die Theodor-Heuss-Straße oder andere Ausfallstraßen im Brühler Stadtgebiet keine Vorrangstraßen mehr für den LKW-Verkehr sind. Der Straßenverkehr in Brühl geht anders – mit einer Ratsmehrheit werden wir gute Ideen zügig umsetzen.

Nahverkehr stärken

Ein besserer, flexibler und kostenfreier ÖPNV ist der Schlüssel dafür, um auf das Auto verzichten zu können und die Mobilität noch zu steigern. Der Ausbau der Linie 18 ist abgeschlossen. Dadurch ist schon viel erreicht. Aber noch immer gibt es Spitzenzeiten mit übervollen Bahnen, die nicht zur Nutzung einladen. Daher wollen wir, dass eine Stadtbahnverbindung Brühl-Wesseling-Köln geschaffen wird. Die Voraussetzungen sind teilweise durch die ehemalige Linie 19 schon vorhanden. Wir wollen, dass diese Linie wieder aktiviert und mit entsprechenden Haltestellen ausgestattet wird. Eine Weiterentwicklung dieser Linie in Richtung Kölner Süden wird mittel- bis langfristig von uns angestrebt. Heute sind noch einige Stadtteile nicht an den Stadtbus angebunden. Auch die Vernetzung der Bahnhöfe untereinander ist nicht optimal. Und zu manchen Zeiten und am Sonntag fährt der Stadtbus gar nicht. Das muss sich ändern, denn hier ist mehr möglich. Ein Stadtbus auf Abruf („on demand”) ist unsere Antwort auf diese Lücken. Um das Stadtbussystem effizienter zu gestalten und eine bessere Dienstleistung zu bieten, soll der Stadtbus künftig mit digitalen Mitteln dynamischer auf die Bedürfnisse der Fahrgäste ausgerichtet werden. Der ÖPNV ist heute für viele aufgrund der Kosten nicht attraktiv genug. Wir unterstützen daher die Initiative der Rhein-Erft-SPD, dass unsere Region zum Modell für das 365-Euro-Ticket wird. Einfachere, klare Tarifsysteme müssen das Ziel im ÖPNV sein. Wer den Umstieg auf Bus und Bahn fördern will, muss leicht verständliche Tarife und attraktive Preise schaffen. Mit einer Ratsmehrheit werden wir auch in Brühl mehr dafür tun, indem wir den Preis für unseren Stadtbus in einem ersten Schritt auf einen Euro pro Strecke senken.

Vorrang für den Radverkehr? Aber sicher!

Fahrräder sind die Verkehrsmittel der Zukunft – auch in Brühl. Die Wege in unserer Stadt sind nicht unendlich weit und Fahrradfahren tut gut, macht Spaß und ist völlig klimaneutral. Wir müssen daher bessere Bedingungen für Fahrradfahrerinnen und -fahrer in Brühl schaffen und mehr in das Radwegenetz investieren. Das heißt für uns mehr und vor allem sicherere und breitere Radwege – in der Innenstadt ebenso wie in den Stadtteilen. Sicherheit schaffen wir aber nur, wenn wir auch unsere Straßen baulich für den Radverkehr verändern und zusätzliche Fahrradstraßen schaffen. Vorrang für das Fahrrad heißt auch, dass wir getrennte Grünphasen für den Radverkehr einrichten und Radfahrer/innen Kreuzungen ohne gleichzeitigen Autoverkehr passieren können. Um die Nutzung von Fahrrädern noch attraktiver zu machen, müssen auch ausreichend sichere Abstellmöglichkeiten geschaffen werden – mit Radstationen an den Bahnhöfen und verschließbaren Fahrradboxen in den Quartieren. Ein wichtiger Baustein für den Vorrang des Radverkehrs ist auch ein attraktives und flächendeckendes Leihsystem für Fahrräder. Der überregionale Radverkehr mit schnellen und sicheren Verbindungen zwischen Köln und Bonn, aber auch zu den anderen Brühler Nachbarstädten z.B. nach Wesseling, muss besser gefördert werden. Dafür müssen wir auch den Mut haben, völlig neue Strecken zu schaffen, die ausschließlich als Radschnellwege dienen. Das können wir für Brühl nicht allein planen, sondern müssen auch die Nachbarkommunen mit ins Boot holen.

Sicher zu Fuß unterwegs

Zu Fuß unterwegs zu sein ist die einfachste Möglichkeit, um mobil zu sein. Aber trotzdem wurde in der Vergangenheit zu wenig für die Sicherheit von Fußgängern getan. Mit einer Ratsmehrheit werden wir das ändern. Ein wichtiger Vorschlag dabei: Gerade Kindern, alten und mobilitätseingeschränkten Menschen muss genug Zeit gegeben werden, Straßen sicher zu überqueren. Das bedeutet: angemessen lange Grünphasen an den Ampeln sowie Zebrastreifen an viel genutzten Übergängen, zum Beispiel auf dem Weg zur Schule oder Kita. Wir werden auf den Fußwegen für ausreichend Ruhezonen (z.B. Sitzgelegenheiten) sorgen. Für unsere Kinder müssen die Schulwege so sicher sein, dass sie sie ohne Ängste zu Fuß bewältigen können. Verkehrschaos durch Elterntaxis vor den Schulen gefährden unsere Kinder. Daher müssen fußläufig Elternhaltestellen eingerichtet werden. Vor den Schulen muss das Parken unterbunden werden, damit unsere Kinder hier Übersicht und Orientierung gewinnen. Für sichere Fußwege müssen wir die Geschwindigkeiten verringern. In der Innenstadt und in den Wohngebieten der Brühler Vororte fordern wir durchgehend eine Begrenzung auf 30 Stundenkilometer. Dort, wo es uns rechtlich möglich ist, werden wir dies zügig umsetzen. Vor Kitas und Schulen muss die Geschwindigkeit während der Hol- und Bringzeiten auf Schritttempo reduziert werden. Im Übrigen werden wir uns dafür einsetzen, dass zur Sicherheit der Fußgänger/innen und unserer Kinder die verkehrsberuhigten Zonen mit straßenbaulichen Maßnahmen zur Verringerung der Fahrgeschwindigkeiten ausgestattet werden. Auch die Einrichtung zusätzlicher verkehrsberuhigter Zonen im Brühler Stadtgebiet ist ein notwendiger Schritt. 

Bessere Mobilität in Brühl ist möglich!

Wir müssen gemeinsam aktiver werden, um die Mobilität in Brühl für die Zukunft zu gestalten. Ohne kreative Ideen und pragmatisches Handeln werden die Herausforderungen in diesem Bereich immer größer werden. Wir sehen viele Möglichkeiten, die wir hier in Brühl realisieren könnten – mit einer Ratsmehrheit werden wir das konsequent anpacken.

Wohnen

Wohnen in Brühl wird immer teurer und teurer. Die Immobilienpreise sind in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen. Egal ob Mieten oder Kaufen, Haus oder Wohnung – immer öfter können sich Brühler/innen ihre eigene Stadt nicht mehr leisten. Eine untragbare Entwicklung! Getan wird dagegen noch viel zu wenig. Denn eigentlich gäbe es für den Stadtrat viele Möglichkeiten, etwas für bezahlbaren Wohnraum zu tun. Deshalb: Lasst es uns endlich anpacken und gemeinsam dafür arbeiten, dass Brühl bezahlbar wird und lebenswert bleibt.

  • Die explodierenden Immobilienpreise müssen endlich angegangen werden. Wohnen in Brühl muss bezahlbar sein.
  • Wir brauchen mehr geförderten Wohnraum in Brühl. Deshalb wollen wir die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gebausie stärken.
  • Die Stadt muss aktiv Flächen für Bauland in die Hand nehmen – und nach sozialen Kriterien sinnvoll vergeben. 
  • Brühl braucht vielfältigen Wohnraum für die unterschiedlichen Bedürfnisse im Leben – von Wohnungen für Singles über Wohnraum für Familien bis zu barrierefreien Wohnungen für Senioren und Menschen mit körperlichen Einschränkungen. 
  • Die Lebensqualität in Brühl ist uns sehr wichtig. Die Stadt wächst – deshalb müssen wir die Infrastruktur mitentwickeln

Mehr tun für bezahlbares Wohnen in Brühl

Wohnraum in Brühl wird immer knapper. Gleichzeitig steigt die Nachfrage weiter. Die Folgen sind klar: Die Preise explodieren. Dagegen müssen wir aktiv etwas tun, denn von allein wird sich das Problem nicht lösen. Selbst wer bereits seit vielen Jahren in Brühl wohnt, ist von der Situation betroffen: Mieten steigen, die Kinder finden keine bezahlbare Wohnung und müssen daher aus Brühl wegziehen. Ältere Menschen würden gern in kleinere und altersgerechte Wohnungen umziehen, haben hierzu aber oftmals keine Möglichkeit. Und dringend benötigte Fachkräfte entscheiden sich immer öfter für Gegenden, in denen sie auch eine bezahlbare Wohnung finden. Brühl ist für uns Heimat – wir wollen, dass das auch in Zukunft für uns alle so bleiben kann! Von CDU, Grünen und FDP ist das Problem lange nicht ernst genug genommen worden. Gemeinsam mit unserem Bürgermeister wollen wir den Fokus ändern und endlich dafür sorgen, dass Brühl im Wohnungsbau alle Möglichkeiten nutzt. 

Wir wollen mehr geförderten Wohnraum

Ein wirksames Werkzeug gegen zu hohe Mieten ist der Ausbau geförderten Wohnraums. Dadurch, dass diese Wohnungen öffentlich gefördert werden, gelten hier besondere Regeln für die Mietpreise. In den vergangenen Jahren ist in Brühl aber kaum geförderter Wohnraum entstanden. Es fallen zurzeit sogar mehr Wohnungen aus der Mietpreisbindung als neuer geförderter Wohnraum geschaffen wird. Diesen Trend wollen wir umkehren! Dazu wollen wir besonders unsere städtische Wohnungsbaugesellschaft Gebausie nutzen und sie massiv stärken. Aber auch von privaten Investoren müssen wir mehr Engagement für bezahlbares Wohnen verlangen. Bauland dürfen wir nur noch an die Investoren vergeben, die uns die niedrigste Miete vertraglich zusichern. So können wir neuen, günstigeren Wohnraum in Brühl schaffen. 

Mehr Bauland? Ja, aber sinnvoll organisiert!

Gegen hohe Mieten hilft vor allem mehr bauen. Dazu braucht es aber Bauland, das in Brühl absolute Mangelware ist. Die wenigen verfügbaren Flächen werden zudem an die meistbietenden Investoren verkauft – und diese versuchen wiederum den maximalen Gewinn damit zu erzielen. Kein Wunder, dass so die Preise weiter steigen! Wir wollen, dass die Stadt aktiv Flächen aufkauft und so einen Vorrat an Flächen zur Vergabe an junge Familien oder für den Bau von gefördertem Wohnraum, Kitas und Pflegeeinrichtungen schafft. Wir brauchen soziale Kriterien bei der Vergabe und müssen dabei Familien und günstigen Wohnraum bevorzugen. Und wir wollen vermehrt darauf setzen, Grundstücke nicht einfach zu verkaufen, sondern sie in Erbpacht zu vergeben. Hierbei werden wir auch die Kriterien bei der Vergabe an Familien attraktiver gestalten. So geben wir zum einen jungen Familien mit weniger Kapital die Möglichkeit, ein Eigenheim zu bauen; zum anderen können wir langfristig den öffentlichen Einfluss künftiger Generationen auf die Flächenentwicklung sichern. Wir wollen also eine nachhaltige Flächen-Vorratspolitik in Brühl einführen! Mit einer solchen Politik können wir bisherige Bauleitplanungen, die nach den Interessen der Investoren ausgerichtet ist, umkehren: Künftig geben wir das Ziel vor und suchen den passenden Investor. 

Wohnraum für alle Bedürfnisse

Wohnraum muss so vielfältig sein wie die Menschen, die in Brühl leben! Die Bedürfnisse, die wir in den unterschiedlichen Stationen unseres Lebens beim Wohnen haben, verändern sich immer wieder. Junge Menschen und Singles suchen meist kleine Wohnungen, Familien dagegen eher ein Haus mit Garten oder eine große Wohnung mit Balkon. Im Alter wie auch für Menschen mit Behinderungen wird das Thema Barrierefreiheit immer wichtiger. Dies sind nur einige Beispiele, um zu zeigen, dass eine gute Wohnungsbaupolitik für Brühl vielfältige Bedarfe berücksichtigen muss. Wir wollen aktiv daran arbeiten, dass es in Brühl bezahlbaren und vielfältigen Wohnraum für alle Bedürfnisse gibt.  

Neues Wohnen: Mehrgenerationen-Häuser und mehr

Zum vielfältigen Wohnen gehört auch, ganz neue und alternative Wohnformen zu ermöglichen. Wir finden beispielsweise das Thema Mehrgenerationenwohnen für Brühl enorm spannend und wollen dies hier vor Ort voranbringen. Wir wollen ein buntes, lebendiges Brühl! Vielfalt im Wohnen schaffen wir nur, wenn wir auch genossenschaftliches Wohnen ermöglichen. Auch die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen müssen wir stärker berücksichtigen. Für diese Menschen ist das Angebot in Brühl derzeit zu knapp; ihre Teilhabe am Leben in Brühl wird hierdurch eingeschränkt. Studierende suchen in Brühl kleinen Wohnraum und konkurrieren so mit Singles um das knappe Angebot. Hier müssen wir dringend Studentenwohnheime schaffen und so den Mietmarkt entlasten.

Neues Bauen: Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Nicht nur Wohnformen ändern sich, sondern auch die Art, wie gebaut wird. Und das ist gut so! Wir wollen, dass in Brühl neue Baukonzepte umgesetzt werden und möglichst nachhaltig und energieeffizient gebaut wird. Dies hilft beim Klimaschutz und sorgt für besonders gesundes und gutes Wohnen. Das betrifft nicht nur die eingesetzten Materialien, sondern auch den Flächenverbrauch und die Energiekonzepte. Neue Wohngebiete müssen dringend an den ÖPNV angebunden sein, damit die Mobilität nicht vom PKW abhängt. Gutes Wohnklima schaffen wir durch eine Begrünung von Dächern und Fassaden; große Grünanlagen in den Quartieren steigern die Wohn- und Lebensqualität. 

Bessere Lebensqualität in Brühl

Wir brauchen mehr Wohnraum, aber wir wollen nicht unsere Lebensqualität einschränken. Einfach nur neu zu bauen und Wohnquartiere planlos entstehen zu lassen, war die Politik der vergangenen Jahrzehnte – insbesondere verantwortet von CDU, Grünen und FDP. Wir hingegen haben immer gefordert und werden auch künftig genau darauf achten, dass die Stadtentwicklung immer auch die notwendige Infrastruktur im Blick hat und diese entsprechend ausgebaut wird. Wir brauchen eine bessere Verkehrsinfrastruktur, genügend Schulplätze, Kitas und Nahversorgung – und das, ohne dass Verkehr und Lärm uns dabei über den Kopf wachsen. Wir müssen darauf achten, dass wir uns Freiräume mit viel Grün und Natur erhalten und sogar noch ausbauen. Autofreie Quartiere können dabei eine Leitidee sein. Sammelgaragen schaffen Stellplätze für PKWs, und Mobilstationen halten alternative Verkehrsmittel für die Wege im Quartier vor. Weniger Parkplätze vor den Häusern bedeuten: mehr Grünflächen und Freiraum zum Leben und Wohlfühlen. Dies alles werden wir in unserer Arbeit für ein besseres Wohnen in Brühl einbeziehen.

Leben im Quartier – nach Möglichkeit ein Leben lang

Es ist unser Ziel, die Vielfalt in den Quartieren zu erhalten und zu fördern. Dazu müssen wir Wohnraum schaffen, der verschiedene Personengruppen anspricht – für Familien mit Kindern, für Singles, für Studierende, für ältere Menschen, für Menschen mit Behinderung. Das verhindert Verdrängungsprozesse und ist ein wichtiger Beitrag zur Integration.

Wir werden daher in allen Quartieren auch über alternative Wohnformen (z.B. Mehrgenerationenhäuser, Behinderten-WGs oder altersgerechtes Wohnen) nachdenken und nach Möglichkeit realisieren. Für uns ist klar: Das Wohnen in den Brühler Quartieren muss dem Prinzip folgen, dass Menschen in jeder ihrer Lebensphasen dort leben können. Dazu gehört auch, dass Wohnraum entsprechenden Veränderungen (z.B. durch modulares Bauen) angepasst werden kann. Nur so verhindern wir, dass Menschen aus dem Quartier gedrängt werden, wenn sich ihre Lebenssituation verändert und leisten einen wichtigen Baustein zum lebenslangen Wohnen im Quartier.

Eine weitere wichtige Voraussetzung dafür, damit Menschen in jeder Lebensphase in ihrem Zuhause bleiben können, ist Barrierefreiheit. Doch diese muss nicht nur in den Wohnungen, sondern auch im Quartier selbst herrschen. Damit Barrierefreiheit nicht erst bei entsprechendem Bedarf aufwendig und kostenintensiv hergestellt werden muss, ist sie gleich von vorneherein in den Planungen zu berücksichtigen.

Um ein Quartier lebens- und liebenswert zu halten, braucht es auch Menschen, die sich darum kümmern. Hierzu werden wir für jeden Stadtteil ein Quartiersmanagement einrichten, das sich um das Zusammenleben der Menschen in den Vierteln kümmert. Wir haben mit der „Sozialen Stadt Vochem” gute Erfahrungen gesammelt, die wir für den Aufbau eines Quartiersmanagements in den anderen Stadtteilen nutzen sollten. 

Mehr Wohnraum und besseres Wohnen sind möglich

Bezahlbaren Wohnraum in Brühl nicht nur zu sichern, sondern endlich wieder neu zu schaffen, wird nicht einfach – die Herausforderungen sind riesig. Umso wichtiger ist es aber, sie endlich mit großem Nachdruck anzugehen. Die Möglichkeiten sind in Brühl dabei momentan viel größer als es die schleppende Umsetzung vermuten lässt. Mit einer Ratsmehrheit werden wir die Potentiale endlich nutzen.  

Umwelt und Klima

Umwelt, Natur- und Klimaschutz sind für unsere Zukunft extrem zentrale Themen – auch wenn unsere Gegenwart gerade von der Bekämpfung der Pandemie dominiert wird. Das gilt auch hier in Brühl. Wir sind überzeugt, dass wir hier vor Ort mehr tun können, um unser Klima und unsere Umwelt zu schützen. Wir müssen alles daransetzen, dass auch unsere nachfolgenden Generationen noch gut in Brühl leben können.

  • Die Stadtwerke und alle städtischen Gebäude müssen im Eigenverbrauch klimaneutral werden. Brühl muss seinen Beitrag zur Klimaneutralität und zum 1,5-Grad-Ziel des Parisabkommens leisten. Dazu brauchen wir auch die Stadtwerke, die deutlich mehr auf erneuerbare Energien setzen müssen.
  • Mehr konkrete Projekte statt ewiger Masterpläne: Wir müssen endlich handeln und weniger reden.
  • Menschen besser unterstützen: Wir wollen einen Klimaschutzfonds, mit dem wir die Anstrengungen der Brühler/innen für den Umweltschutz fördern können.
  • Mehr Bäume, Grünflächen und Blumen in der Stadt – auch auf den Dächern und an den Fassaden.
  • Nachhaltiges Bauen muss in Brühl zum Standard werden. 

Für Mensch und Umwelt in Brühl

Klima- und Umweltschutz werden manchmal als etwas dargestellt, das gegen uns Menschen geht – durch weniger Mobilität, weniger Konsum, weniger Spaß. Das sehen wir völlig anders. Klimaschutz hier vor Ort in Brühl bringt uns Lebensqualität, Gesundheit – und sogar Vorteile für Wirtschaft und Wohlstand. Denn Klimaschutz ist inzwischen ein echter Standortfaktor. Mit einer Ratsmehrheit werden wir in Brühl Klimaschutz und uns Menschen nicht länger gegeneinander ausspielen lassen, sondern gemeinsam anpacken.

Mehr konkrete Projekte – statt ewiger Masterpläne

Dabei ist es uns besonders wichtig, dass wir nicht weiter nur große Masterpläne, Konzepte und Papiere erstellen – und am Ende doch wieder nichts passiert. Deshalb werden wir gemäß dem erfolgreich praktizierten Klima-Modellprojekt „Innovation City Bottrop“ die Bürger und Bürgerinnen mit vielfältigen Beratungs- und Förderkampagnen im Bereich „Wohnen“, „Arbeiten“, „Energie“, „Mobilität“ und „Stadtleben“ unterstützen und so einen Beitrag zur CO2-Reduktion leisten und zugleich die Lebensqualität von Brühl erhöhen. Wir setzen so auf konkrete Projekte, sowohl im Großen als auch im Kleinen. Viele einzelne Schritte und Maßnahmen können zusammen eine große Wirkung erzielen:

  • Wir wollen die Umwandlung von versiegelten in naturnahe Flächen fördern und Schottergärten begrünen.
  • Städtische Grünflächen und Biotope sollen naturnah gestaltet und gepflegt werden.
  • Die kanalisierten und verrohrten Brühler Bäche sollen so weit wie möglich frei gelegt und naturnah gestaltet werden.
  • Wir wollen Freiflächen für ein gutes Stadtklima erhalten und bei neuen Planungen sichern.

Zudem werden wir lokale Projekte wie Schulgärten, Urban Gardening, Flächenbegrünung und Kleingartenanlagen unterstützen. 

Klimaschutz: Menschen besser unterstützen

Nur eins ist teurer als Klimaschutz: kein Klimaschutz. Deshalb müssen wir die Brühler/innen besser unterstützen. Klimaschutz darf nicht vom Portemonnaie der einzelnen abhängen. Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger in Brühl bei ihren Anstrengungen für den Umweltschutz daher mit einem kommunalen Klimaschutz-Fonds unterstützen – zum Beispiel bei der Anlage von naturnahen Vorgärten, der Begrünung von Fassaden und Dächern oder der Schaffung dezentraler Energieanlagen. Zugleich müssen wir uns in Brühl darauf einstellen, dass das Klima sich verändert – wir müssen auf Extremwetter-Phänomene vorbereitet sein, auf Hitze ebenso wie auf Starkregen und Sturm. Dass man nicht immer vom günstigsten Szenario ausgehen darf, dass wir uns wappnen müssen, hat die Corona-Krise gezeigt. Nur so bleibt Brühl ein Ort, an dem man gesund und sicher leben kann.

Stadtgestaltung: Mehr Bunt

Brühl muss bunter werden. Wir müssen in der Stadtgestaltung mehr Anstrengungen unternehmen, denn wir brauchen jeden Baum und jede Grünfläche. Selbst unsere Häuser können bunter werden. Wir wollen deshalb die Begrünung von Dächern und Fassaden aktiv fördern. Neue Baugebiete müssen von vornherein mehr Grün in den Bebauungsplänen festgeschrieben bekommen. Dazu gehören große, zusammenhängende Grünanlagen, weniger versiegelte Flächen und vorgegebene Baumpflanzungen. Auch Patenschaften der Bepflanzungsstreifen in unserer Stadt müssen gefördert werden – zum Beispiel für eine bienenfreundliche Bepflanzung. Versiegelungen jeglicher Art, sowohl auf öffentlichen als auch auf privatem Grund (einschließlich „Schottergärten“) müssen auf ein Minimum beschränkt werden

Nachhaltiges Bauen

Es wird viel gebaut im Brühl, und auch hier können wir mehr tun. Klimaeffizientes Bauen ist ein wichtiges Stichwort, und das kann von der Stadt gezielt unterstützt werden. Und wir müssen es einfordern. Dazu brauchen wir neue und bessere Baukonzepte in Brühl. Ganz besonders viel Einfluss haben wir natürlich bei den städtischen Bauvorhaben und den Flächen, die der Stadt gehören. Hier muss klar sein, dass wir endlich mehr ökologische und CO2-vermindernde Maßnahmen brauchen. Auch die Energieversorgung dieser neuen Wohngebiete muss nachhaltig gedacht werden – durch Mieterstrommodelle und Blockheizkraftwerke. 

Die Stadtwerke müssen mehr tun

Klimaschutz vor Ort in Brühl ist ohne unsere Stadtwerke nicht denkbar. Wir fordern: Die Stadtwerke Brühl müssen im Laufe der nächsten 12 Monate ein Konzept vorlegen, wie sie ihren Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Stromversorgung kurzfristig massiv erhöhen können. Mindestens muss der Anteil der künftig wegfallenden Kernenergie ausschließlich aus erneuerbaren Energien ersetzt werden. Die Stadtwerke müssen ihrer öffentlichen Verantwortung gerecht werden und sich aktiv für den Klimaschutz einsetzen. Ein wichtiger Schritt wäre auch, dass die Stadtwerke eigenen nachhaltigen Strom erzeugen. Windkraft und Photovoltaikanlagen können hier deutliche Effekte bringen. Wir setzen uns das Ziel: 500 Solardächer für Brühl!

Mit einem Ausbau der Solartechnologie leisten wir einen Beitrag zum Klimaschutz und zur örtlichen Wirtschaftsförderung.

Stadt Brühl soll mit gutem Beispiel voran gehen

Wenn die Stadt selbst nicht mit gutem Beispiel voran geht – wie können wir es dann von den Brühler/innen verlangen? Mit einer Ratsmehrheit werden wir deshalb die Stadt Brühl zur Innovationsstadt für den Klimaschutz und klimaneutral machen. Die Stadtverwaltung muss emissionsfrei werden, dazu brauchen wir beispielsweise mehr Solaranlagen auf den Dächern der städtischen Gebäude. Städtische Bauvorhaben müssen ressourcenschonend geplant und umgesetzt werden, damit sie nach ihrer Lebens- und Nutzungsdauer umweltschonend und klimaneutral zurückgebaut werden können („cradle to cradle“). Städtische Kitas und Schulen sollen konsequent begrünt werden, damit ein gutes Mikroklima entsteht und die Gebäude besser vor Hitze geschützt werden. 

Fazit: Wir können mehr für unsere Umwelt tun

Wir können mehr für Umwelt und Klimaschutz in Brühl tun als es heute der Fall ist. Dazu müssen wir aber konsequent und kreativ die einzelnen Schritte zur klimaneutralen Stadt gehen. Wir sind davon überzeugt, dass der konkrete Klimaschutz vor Ort die erste Stufe ist, in der es konkret einzugreifen gilt – was lokal passiert, hat eine Wirkung auf unseren Planeten an sich. Denn: Wir müssen alles daransetzen, um unsere Lebensgrundlage auch für die nachfolgenden Generationen zu erhalten und zu sichern.

Finanzen und Wirtschaft

Äpfel, Bauernmarkt, Geschäft, Kaufen, Angebot, Früchte

Wir haben erreicht, dass durch das vorausschauende Handeln unseres Bürgermeisters Brühl bisher kein Haushaltssicherungskonzept brauchte. Das soll mit Dieter Freytag auch so bleiben. Wir werden auch in Zukunft unsere Politik daran ausrichten, diese Leistungen für unsere Stadt zu erhalten. 

  • Mit einer Ratsmehrheit werden wir die Stadt weiter bürgernah entwickeln. Wir werden bei Investitionen abwägen, was uns wirklich weiterbringt – hier wird uns die erweiterte Partizipation mit den dort gesammelten Ideen, mit dem Urteilsvermögen und nicht zuletzt mit der Tatkraft der Brühler/innen entscheidend helfen. 
  • Digitalisierung in der Verwaltung hilft uns, mehr individuelle Beratungszeit für jede und jeden Einzelnen zu reservieren und gleichzeitig effizienter zu werden. 
  • Fördermittel konsequent und zügig auszuschöpfen ist unsere Priorität. Und zusätzlich ist es gerade in Krisenzeiten notwendig, dass wir Städte bei Länder- und Bundesförderungen nicht vergessen werden. Mit Dieter Freytag haben wir dabei eine starke Stimme im Städte- und Gemeindebund.

Stadtteile stärken

In den Stadtteilen gibt es teilweise keine kommerzielle Infrastruktur mehr, uns fehlen die Einkaufsmöglichkeiten. Aufwändige Einkaufswege werden besonders für die vielen älteren Anwohner immer mühsamer. Bei absehbaren Bauprojekten muss eine einfache Infrastruktur verbindlich eingeplant und gefördert werden: Mit einer Ratsmehrheit werden wir uns für Nachbarschaftsläden, Kiosks und Mehrgenerationen-Cafés einsetzen.

Eine starke Wirtschaft für ein starkes Brühl

Wir haben erreicht, dass Wirtschaftsförderung nun Chefsache ist. Direkt beim Bürgermeister angesiedelt, kann sie unmittelbar auf Chancen und Risiken reagieren. Dieter Freytag kümmert sich! Schnelles Agieren bei drohenden Leerständen ist genauso wie die etablierte Lotsenfunktion für Betriebe gerade in diesen Tagen notwendig. 

Wirtschaftlich handeln beginnt aber auch in der Stadtverwaltung selbst. Mit einer Ratsmehrheit werden wir Reinigungskräfte nun direkt bei der Stadt anstellen: Wir sollten nicht mehr die Gewinne großer Reinigungsdienstleister steigern, sondern gerade die unteren Lohngruppen fair und vorbildhaft entlohnen. Um die Unternehmen in unserer Stadt auch in den schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie und der Erholungsphase danach zu halten und zu unterstützen, haben wir temporäre Erleichterungen bei den Abgaben eingeführt. Die projektierte BrühlApp wird unseren Einzelhandel stärken und gleichzeitig den Service für Bürger/innen besser machen. Wir setzen uns für eine verbesserte Breitband-Infrastruktur und für WLAN im Stadtgebiet ein. Hierbei sind alle Fördermöglichkeiten auszuschöpfen.

Für eine lebendige Innenstadt

Um unsere Innenstadt weiterhin attraktiv auch für Menschen über Brühl hinaus zu halten, müssen wir sie mit allen Beteiligten aus Politik, Verwaltung, Gastronomie, Einzelhandel und den Immobilienbesitzer/innen gemeinsam gestalten. Die Verwaltung muss stärker noch als bisher zur Mittlerin zwischen Einzelhandel und Gastronomie einerseits und Vermieter/innen andererseits tätig werden. Wir wollen daher ein „Bündnis für Einzelhandel und Gastronomie in Brühl“ ins Leben rufen – mit dem Ziel auch die Vermieter/innen davon zu überzeugen, dass sie ebenfalls in der Pflicht stehen, wenn sie weiter ihre Mieteinnahmen aus Einzelhandel und Gastronomie sichern wollen. Mit fairen, gestaffelten Mieten, Investitionen in die Gebäude und dem Ermöglichen von Zwischenmietverhältnissen, können Eigentümer/innen wichtige Beiträge zu einer attraktiven Brühler Innenstadt leisten und so die Vermietung ihrer Ladenlokale auch dauerhaft sicherstellen. 

Wie schnell sich Rahmenbedingungen für eine örtliche Wirtschaft ändern können, zeigt sich an der aktuellen Debatte um den Erhalt der Kaufhof-Filiale in Brühl. Hier werden Konzernentscheidungen getroffen, die auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. Ziel muss es sein, die mehr als 5.000 m² Verkaufsfläche der Kaufhof-Filiale für den Brühler Innenstadthandel zu erhalten. Die Brühler SPD steht hinter den Beschäftigten!

Einkaufen im stationären Einzelhandel muss zum Erlebnis werden, damit es gegen die Online-Konkurrenz bestehen kann. Dazu gehört, dass die Innenstadt sauber und gepflegt ist. Die Fußgängerzone braucht dazu Ruhe- und Begegnungsmöglichkeiten, die nicht nur kommerzieller Natur sind. Die zentralen Plätze der Innenstadt (Franziskanerhof, Janshof, Bleiche) brauchen neue Impulse, damit sie dazu einladen, dass Menschen sich dort aufhalten wollen. Hier muss über neue und attraktive Marktkonzepte nachgedacht werden. So können zum Beispiel kleinere Pop-Up-Märkte entstehen, die zum Bummeln und Sich-treiben-lassen einladen und auch den Weg in den stationären Einzelhandel finden lassen. Durch die geplante BrühlApp ließen sich diese Märkte auch gezielt vermarkten.

Mit den Beteiligten aus Einzelhandel und Gastronomie wollen wir gemeinsam nach Wegen suchen, wie sie ihren Kund/innen den Einkauf noch weiter schmackhaft machen können. Ein solches Angebot könnte ein von Einzelhandel und Stadt gemeinsam getragener Lieferservice sein. Brühl ist zwar eine Stadt der kurzen Wege. Trotzdem will man seine Einkäufe nicht immer selbst nach Hause schleppen. Vielmehr sollen die Brühler/innen die Chance haben, einen Einkauf zu tätigen und im Anschluss noch ins Kino oder ins Restaurant zu gehen, ohne zwischendurch die Einkaufstaschen noch nach Hause bringen zu müssen. Interessierte Einzelhändler/innen können diesen Lieferservice anbieten, sofern sie keine Möglichkeit zur eigenen Durchführung haben. Mit elektrobetriebenen Lastenrädern können auch größere Einkäufe sicher und zügig transportiert werden. 

Eine eigene Geschäftsidee im Einzelhandel umzusetzen, bedeutet immer auch ein Risiko. Miete, Einrichtung und Warenvorrat kosten Geld. Doch was, wenn die Idee nicht trägt, das Interesse für das Angebot fehlt? Bisher ist ein Ausprobieren nur schwer möglich. Wir setzen uns daher dafür ein, dass die Stadt leerstehende Ladenlokale anmietet und sie Interessierten für drei bis sechs Monate mietfrei zur Verfügung stellt. So können sie ihre Geschäftsideen ohne großes Risiko erproben und sich entscheiden, ob sie mit einem eigenen Ladenlokal an den Start gehen. Die Innenstadt hat durch diese Pop-Up-Shops immer wieder neue und spannende Ladenlokale, die es zu entdecken gilt.

Zudem setzen wir uns für ein einfacheres, verständliches und handhabbares Vergaberecht ein. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen muss es möglich sein, sich ohne vermeidbaren bürokratischen Aufwand als Anbieter einzubringen. Die heimische Wirtschaft zu fördern, steht in unserem Fokus. 

Brühl muss weiterhin für Brühl entscheiden. Mit nachhaltigen Stadtfinanzen und nachhaltiger Wirtschaft – da ist in Brühl mehr möglich.

Partizipation 

Freiwillige, Freiwillig, Anleitung, Führung, Griff

Partizipation – Demokratie findet nicht nur am Wahltag statt

Die Stadt Brühl lebt vom Engagement ihrer Bürger/innen. Viele Menschen beteiligen sich in Vereinen, Initiativen oder Gruppen am gesellschaftlichen Leben in unserer Stadt. Das Interesse der Bürger/innen an der Gestaltung und Weiterentwicklung unserer Stadt teilzunehmen ist groß.

Deshalb wollen wir:

  • Videokonferenz- und Kollaborations-Möglichkeiten den Vereinen usw. zur Verfügung stellen.
  • Projekte zur Beteiligung der Jugendlichen für die Gestaltung vorhandener/neuer Freizeitflächen-Flächen aufsetzen.
  • Moderierte Workshops und Zukunftswerkstätten, um Bürger/innen an der Entwicklung Brühls teilhaben zu lassen.
  • Plattform zur Aktivierung der Anwohner um Vorschläge für die Straße/das Quartier/die Stadt einzusammeln
  • „BrühlApp“ mit Partizipationsfunktion und E-Government.

Wir haben erreicht, dass mit Bürger/innen-Versammlungen zu Brennpunktthemen die Betroffenen sich nicht nur äußern, sondern auch einbringen können. Im Rat und in der Verwaltung werden die Rückmeldungen sehr gerne aufgegriffen.

Bürger/innen-Beteiligung erhöht nicht nur die Transparenz sondern auch die Qualität der Entscheidungen für unsere Stadt. Mit einer Ratsmehrheit werden wir die Partizipation spürbar und zügig ausbauen. Wir werden die Initiative der BrühlApp nutzen, um hier die Ideen und Meinungen direkt und alltäglich dort aufzunehmen, wo sie entstehen – bei uns zu Hause, auf der Arbeit, in der Schule. Wir werden für Vereine erweiterte Videokonferenz- und Kollaborations-Möglichkeiten bereitstellen. Menschen mit Behinderung werden durch ein gestärktes Mandat des Inklusionsbeirats in der Stadt mehr Mitsprache bekommen und mehr Gehör finden. Wir werden die Gestaltung unserer Quartiere nicht zu den Beteiligten vor Ort bringen – mit Projekten wir #anwohner_open_space und #teens_open_space werden wir in der Straße und im Quartier, mit Vor-Ort-Workshops und digital, unser aller Anliegen eine starke Stimme geben.

Unsere Stadt entwickelt sich so gut, wie wir alle daran mitwirken können – da ist in Brühl mehr möglich.

Integration und Inklusion

Hand, Kinder, Kind, Kinderhand, Hände, Vertrauen

Zusammen Leben in Brühl – vielfältig, gerecht und tolerant

Brühl ist eine bunte Stadt. In ihr leben Menschen unterschiedlichster Kulturen. Zuwanderer sind willkommen und sollen dies auch von der Stadt erfahren. Ziel der Integration muss sein, ein friedliches Miteinander aller zu erreichen – durch Chancengleichheit, Akzeptanz und den Willen zur Integration

Deshalb wollen wir:

  • Kindertagesstätten und Schulen bei ihrer Aufgabe unterstützen, Kindern von Zuwanderern den Weg zu einem guten Schulabschluss zu ermöglichen.
  • Das vielfältige ehrenamtliche Engagement in Brühl stärken und zu fördern.
  • Verantwortung gegenüber Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten wahrnehmen und bei zunehmenden Zahlen wieder eine Flüchtlingsberatung einrichten.
  • Für neu Zugewanderte eine „Willkommens-Tour“ etablieren.
  • Projekte gegen Diskriminierung und Ausgrenzung aktiv fördern.
  • Die Stadt Brühl zum sicheren Hafen erklären: Wir nehmen unsere Verantwortung für Geflüchtete wahr. 
  • Das kommunale Wahlrecht auch für Nicht-EU-Ausländer/innen: Der Bürgermeister sollte aktiv dafür werben, dass ausländische Mitbürger/innen die deutsche Staatsbürgerschaft erwerben. Dabei soll es möglichst geringe bürokratische und finanzielle Hürden geben. Menschen mit ausländischem Pass und Migrationshintergrund müssen in der Kommunalpolitik eine stärkere Stimme bekommen. Zur Bündelung von Angeboten wollen wir Integrationszentren einrichten. 

Wir wollen eine Gesellschaft, die Vielfalt und Unterschiedlichkeit positiv annimmt, unterstützt und lebt. Dieser Gedanke erstreckt sich auf alle Bereiche unseres Zusammenlebens. Dafür müssen vor allem Hürden und Hindernisse abgebaut werden, die Menschen von der Teilhabe am sozialen Leben ausschließen.

Deshalb wollen wir:

  • Die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum z.B. im Nahverkehr, in Schulen, in Jugendcafés und auf Spielplätzen weiter ausbauen.
  • Konzepte zusammen mit Sportvereinen und Vereinen der Jugendhilfe entwickeln, wie deren Angebote für Menschen mit Behinderungen geöffnet werden können.
  • Die Begleitung und Betreuung in diesen Angeboten durch die Stadt finanziell fördern.
  • Die Unterstützung des Inklusionsbeirats, der dieses Jahr gewählt wird. Die Teilhabe von Menschen mit Behinderung stärken, indem sie in allen Fachausschüssen (da, wo es rechtlich möglich ist), je zwei Vertreter/innen als Sachkundige Einwohner/innen entsenden können; sie haben dort beratende Funktion als Expert/innen in eigener Sache.
  • Ideen und Projekte wie den Aktionstag für die Vielfalt und Toleranz 2018 in Brühl stärken. Die Stadt soll solche Initiativen fördern und unterstützen.
  • Die Entstehung eines Mehrgenerationen-Hauses, in dem sich Menschen treffen und sich gegenseitig unterstützen. Dort sollen z.B. soziale Beratung und Hausaufgabenbetreuung angeboten werden.

Gegen Hetze und Gewalt

Meinungsmache und Hetze von Rechts bedrohen das vielfältige und friedliche Zusammenleben. Geflüchtete, Obdachlose, Menschen mit Behinderungen, Menschen unterschiedlichen Geschlechtes, unterschiedlicher Glaubensrichtungen, unterschiedlicher sexueller Orientierungen, politisch und / oder gesellschaftlich Engagierte können zu Opfern werden. Viele von ihnen fühlen sich daher nicht mehr sicher. 

Mit diesem Zustand wird sich die SPD-Brühl niemals abfinden. Jede und jeder hat bei uns das Recht, in Freiheit und Sicherheit zu leben.

Wir als SPD-Brühl stellen uns klar gegen jede rechte und homophobe Gewalt!

Kultur

Connectcompetition, Menschen, Hände, Tanzen, Eurovision

Neben dem Max Ernst Museum und den Schlössern Augustusburg und Falkenlust gibt es noch viel mehr kulturelle Angebote in der Stadt, die oft von ehrenamtlicher Initiative getragen werden. Das Museum für Alltagsgeschichte und das Brühler Keramikmuseums sind als „Brühler Museumsinsel“ überregional bekannt. Mit einer Ratsmehrheit werden wir das kulturelle Angebot der Stadt sichern

  • Die Stadt Brühl muss mehr Bühnen-Möglichkeiten sowohl für aufstrebende wie auch professionelle lokale Künstler anbieten.
  • Bei den Kulturangeboten müssen Konzepte für die Altersgruppe 14-29 Jahre ergänzt werden und mit Mut neue Formate kreiert werden. 
  • Wir haben eine blühende Vereinsstruktur, auf die wir stolz sind und die wir erhalten und fördern müssen.

Kulturschaffende und Vereine vor Ort unterstützen

Gesangvereine, Kunst- und Musikschule, „Kleines Theater“, Museumsgesellschaft, Kunstverein und ZOOM, aber auch das heimatliche Brauchtum wie Karnevals- und Schützenvereine sowie die Aufarbeitung der Stadtgeschichte sind wesentliche Bestandteile des kulturellen Engagements in Brühl. 

Für die bildenden Künstler/innen fehlt es im Stadtgebiet weiterhin an ausreichenden Räumlichkeiten, um ihre Kunst angemessen präsentieren zu können. Wir als SPD fordern, dass nach Erneuerung des Rathauses im Steinweg in der Rathausgalerie wieder eine kulturelle Nutzung möglich ist. 

Kulturschaffende und Vereine müssen in der kommenden Zeit neue Wege gehen. Diesen wollen wir mit Rat und Tat zur Seite stehen und unsere Verwaltung auffordern, hier genau nachzuschauen und wenn nötig Hilfen und Unterstützung anzubieten. Die Förderung wollen wir nicht allein auf die Gewährung von Zuschüssen beschränken, sondern darüber hinaus mit den Vereinen und Kulturschaffenden gemeinsam alternative Veranstaltungskonzepte entwickeln. 

Brühl ist eine Kulturstadt 

Wir haben eine Vielfalt an Kultur zu bieten, von unseren Schlössern, dem „Brühler Markt“, dem Max Ernst Museum bis hin zu Ausstellungen, Lesungen und Veranstaltungen von Brühler Künstler/innen. Hier ist jedoch noch mehr möglich.

Deswegen wollen wir: 

  • Kunst im öffentlichen Raum fördern; Räumlichkeiten schaffen, um Kunst angemessen präsentieren zu können.
  • Eine Brühler Kultur-Tour ins Leben rufen.
  • Einen KulturPass für alle Veranstaltungen/ Ausstellungen anbieten.
  • Digitale Kulturformate entwickeln, bspw. einen Online-Rundgang von Ausstellungen oder die Möglichkeit für Künstler/innen, ihre Konzerte zu streamen.
  • Brühl stärker als kulturelles Tourismusziel vermarkten.

Kunst- und Musikschule

Wir haben in Brühl mit unserer Kunst- und Musikschule eine Institution, die unser Stadtleben in vielfältiger Weise kulturell bereichert. Auch mit Ausbruch der Corona-Pandemie hat sich die Musikschule bewährt und den Schülerinnen und Schülern teilweise ein kostenloses digitales Programm anbieten können. Die digitalen Angebote, die gut funktioniert haben, müssen weiter als Ergänzung für den Präsenzunterricht gefördert werden. 

Wir haben die Situation der freien Mitarbeiter/innen an der Musikschule im Blick, die sich seit Jahrzehnten verschlechtert hat. Mit einer Ratsmehrheit werden wir deren Situation verbessern. Wir werden eine Festeinstellung und damit auch eine Vergütung nach Tarifvertrag prüfen und möglichst umsetzen.

Die Situation von Kindern muss in den Mittelpunkt gerückt und der Zugang zu Kunst und Kultur in unserer Stadt niederschwelliger organisiert werden. Wir wollen bezahlbare Kunst und Kultur für alle Brühler/innen – ganz gleich, welchen Alters.

Leben vor der Haustür

In der Innenstadt aber auch in den Stadtteilen wollen wir Leben haben. Sondermärkte wie Foodmärkte, Antik- und Flohmärkte, Oldtimershows, Weinfeste sollen auch in den Stadtteilen Platz finden. Mit einer Ratsmehrheit werden wir das fördern, denn wir wissen: Die Lebendigkeit unsere Stadtteile und der Zusammenhalt dort ist uns allen wichtig. Dadurch werden dann auch die Feste der Vereine bis hin zu privat initiierten Garagenflohmärkten eine höhere Bedeutung erhalten.

Sport

Sport ist für uns immer ein zentrales Thema. Um beim Sport Menschen aus unterschiedlichsten sozialen und kulturellen Bereichen jeder Altersklasse zusammenzubringen, ist es der SPD immer wichtig, dass Sportangebote in Brühl für alle zugänglich und bezahlbar sind, ob als Individual- oder Vereinssport.

Sport wird sich ändern. COVID-19 wird Sport in der Art, wie wir es kennen, in allen Bereichen beeinflussen. Dies beginnt bei den Umkleiden und endet beim klassischen Wettkampf. Die Förderung von Integration und Lebensfreude durch Sport muss erhalten bleiben. Wir müssen dabei die Infrastruktur und das sportliche Angebot in den Mittelpunkt unseres Handelns stellen.

  • Wir wollen den Aus- und Umbau von behindertengerechten Sportstätten fördern.
  • Die sanitären Anlagen in den städtischen Turnhallen müssen modernisiert und hinsichtlich der hygienischen Standards optimiert werden, z.B. mit berührungslosen Bedienungselementen.
  • Vereine, die eigene Sportanlagen und Vereinsheime errichten oder modernisieren, müssen von der Stadt gefördert werden. Eigeninitiative ist für die Stadt kostengünstiger, als selbst Einrichtungen zu bauen und zu unterhalten.
  • Wir werden einen Prioritätenplan erstellen, welche Anlagen wann erneuert werden müssen, um eine ganzheitliche Betrachtung von Projekten zu gewährleisten.
  • Die städtische Sportanlage in Brühl-Ost muss erhalten bleiben und dringend modernisiert werden, damit alle Vereine auch im Osten unserer Stadt die Möglichkeit haben, ein attraktives Sportangebot zu machen.
  • Wichtig ist auch die Modernisierung des Vereinsheims in Vochem, insbesondere der Umkleiden und sanitären Anlagen, um für die dort ansässigen Fußballvereine und Sportler die sportliche Betätigung zu gewährleisten.
  • Die Freizeitwiese Süd soll den Bürgerinnen und Bürgern auch weiter als selbstbestimmte Alternative zur Verfügung stehen.

Sportvereine

Sportvereine sind ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft. Die Stadt Brühl sollte den Sportvereinen die bestmögliche Unterstützung bieten, schon um den Einsatz der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die erbrachten Leistungen zu honorieren. Hierbei geht es nicht nur um die Umsetzung der sportlichen Ziele. Das Angebot der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, die Bindung ihrer Mitglieder an die Gruppe und die Integration von Neuzugezogenen bedarf der Förderung seitens der Politik. Zudem dient der Sportverein vor Ort als lokaler Arbeitgeber.

Hierbei setzt die SPD folgende Schwerpunkte:

  • Für die Jugendarbeit müssen die städtischen Sportanlagen den Vereinen kostenlos zur Verfügung stehen.
  • Die Vereine müssen städtische Zuschüsse für ausgebildete Übungsleiter/innen und insbesondere für die Betreuung von Jugendlichen erhalten. 
  • Allen vereinsungebundenen Bürgerinnen und Bürgern sollte der Zugang zu städtischen Sportanlagen prinzipiell möglich sein.
  • Die Vereine sollten dabei unterstützt werden, behindertengerechte Sportangebot zu machen.
  • Wir wollen eine Vereinsförderung auf Basis von alternativen Kriterien, bei der auch soziale Verträglichkeit, Inklusion und Integration eine Berücksichtigung finden. Es darf hier nicht ausschließlich die Größe des Vereins ausschlaggebend sein.

KarlsBad 

Unser stadteigenes Schwimmbad ist unverzichtbar für die Sport- und Freizeitgestaltung in unserer Stadt. Wir müssen den Schulen und den Vereinen Sicherheit geben, ihr Sportangebot hier jederzeit durchführen zu können. Dabei muss das KarlsBad den aktuellen Hygienebedingungen angepasst werden und die Tarifstruktur sozial und familienfreundlich gehalten werden, damit alle vom städtischen Schwimmbad profitieren können.

Brühl hat im Sport ein Angebot, das nicht selbstverständlich ist. Wir sind stolz auf unsere Vereine: Deren Engagement und deren Förderung ist für die Stadt kostengünstiger als der Eigenbetrieb. Unsere Vereine im Breiten- und Wettkampfsport mit zielgerichteten Förderungen zu sichern und unsere Anlagen nachhaltig zu betreiben hat eine hohe Priorität. Dabei ist klar: Für die Jugendarbeit müssen die städtischen Sportanlagen den Vereinen weiterhin kostenlos zur Verfügung stehen.

Mit einer Ratsmehrheit werden wir dafür Sorge tragen und die Barrierefreiheit für Plätze, Hallen und Sportanlagen verbessern.

Transparent sein

Checkliste, Check, Rechtecke, Liste, Linien

Ein Programm ist nur so gut wie seine Umsetzung. Deswegen werden wir uns auf die Finger schauen lassen.

  • Wir werden in Ergänzung zu unserem Jahresbericht regelmäßig über den Erledigungsgrad unseres Wahlprogramms informieren.
  • Wir sind offen für alle guten Ideen – und besonders für Ihre! Wir werden die Fraktionssitzungen öffnen. Kommen Sie zu uns, zusammen sind wir stärker.

SPD Brühl. Weil mehr möglich ist.

Quellenangaben

Wahlprogramm der SPD Brühl für die Kommunalwahl 2020, beschlossen in den Mitgliederversammlungen am 30. Mai und am 11. Juli 2020.

Du möchtest mitmachen? – Sei dabei und melde dich bei unserem Vorsitzenden Marcus Venghaus (marcus.venghaus@spd-bruehl.de).

Illustrationen unter der Verwendung lizenzfreier Bilder von pixabay.com.

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