Der „Daberger Hof“ bleibt – die Hochschule auch.

Wir haben mit allen gesprochen. Mit den Anwohnerinnen und Anwohnern. Den Investoren. Der Hochschule. Nach Anhörung aller Beteiligten wissen wir: Wir unterstützen die Sorgen der Anwohnerinnen und Anwohner um Naturerhalt und Klimaschutz. Wir verstehen aber auch die Hochschule des Bundes, die sich weitere Seminarräume für ihren Hochschulbetrieb wünscht. Für uns ist aber klar, dass dies nicht auf dem Gelände am Daberger Hof realisiert werden kann. Wir sind bereit, mit der Hochschule über Alternativen im Stadtgebiet zu sprechen, wenn sie ihren Bedarf weiter konkretisiert. Eine Umsetzung des Heider Bergsee Campus werden wir nicht unterstützen.

Exit der Hochschule des Bundes:
eher Drohkulisse als realistisches Szenario

Drohkulissen und Horrorszenarien über den Weggang der Hochschule des Bundes, mit denen es FDP und CDU versuchen, die Planungen durchzudrücken, sind unangebracht. Die Hochschule gehört mittlerweile einfach zu Brühl. Aber es wurden bisher keine Alternativen für Erweiterungen in den Blick genommen, wie beispielsweise die “Alte Post” auf der Comesstraße, wo die Hochschule bereits heute Räume bezogen hat und der historische Bau noch ungenutzt ist. Auch das RWE-Gebäude in der Auguste-Viktoria-Straße könnte nach Wegfall des Provisoriums für die Erich-Kästner-Realschule einer neuen Nutzung zugeführt werden. Planungen in diesem Sinne wären ein positiver Schritt in der Quartiersentwicklung für alle Beteiligten.

Ausbau der Hochschule des Bundes – und Wohnraum für Studierende

Wir wissen, dass auch Studierende in Brühl nach Wohnraum suchen. Die Pläne für studentisches Wohnen auf dem Heider Bergsee Campus entsprechen sicherlich den Bedürfnissen der Beamtenanwärterinnen und -anwärter an der Hochschule des Bundes. Für Studierende, die in Brühl wohnen bleiben wollen, wenn sie in Köln oder Bonn studieren, eignen sie sich nicht. Die Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr ist nicht ausreichend, es gibt in Reichweite keine Möglichkeit, um sich mit Lebensmitteln und anderen Dingen des täglichen Bedarfs einzudecken. Letztlich ist studentisches Wohnen auch eine Frage des Geldes. Um für Studierende Wohnraum bezahlbar zu machen, sind die geplanten Appartements auf dem Campus nicht der richtige Weg. Der Bau wird aufwendig zu realisieren sein, und das schlägt sich in der Miete nieder. Studentisches Wohnen geht nur in Zusammenarbeit mit einem Studierendenwerk. Auch dafür werden wir uns in Brühl einsetzen.

Interessen zusammenbringen, nicht gegeneinander ausspielen

Es hat sich gezeigt, dass es nicht hilfreich ist, Interessen von Anwohnerinnen und Anwohnern gegen die Interessen der Hochschule auszuspielen. Dass es nicht hilfreich ist, Natur und Umweltschutz gegen Bildung auszuspielen. Dass es nicht hilfreich ist,  Kampagnen mit populärwissenschaftlichen Rauchfahnen zu machen oder Drohkulissen aufzubauen. Wir sichern die Fläche am Daberger Hof und unterstützen die Hochschule des Bundes, weil in Brühl mehr möglich ist.

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