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Veröffentlicht: Donnerstag, 27 Februar 2020 | von Marcus Venghaus

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Dieter Freytag ist Bürgermeisterkandidat der SPD Brühl

Der amtierende Bürgermeister geht mit großem Rückhalt in die Kommunalwahl im Herbst.

In ihrer Mitgliederversammlung am 13. Februar hat die SPD Brühl mit überwältigender Mehrheit Dieter Freytag zu ihrem Bürgermeisterkandidaten gewählt. Erstmals wurde dabei die Versammlung bewusst für VeSrtreter und Vertreterinnen der Schulen, Vereine und Verbände geöffnet. Demokratische Verfahren wie eine Kandidatenwahl, so der Fraktionschef der SPD im Brühler Rat, Michael Weitz, erschienen mitunter etwas dröge. Aber sie ermöglichten Transparenz und Verlässlichkeit, Werte, die – der Blick auf den Thüringer Landtag drängt sich auf – mehr denn je benötigt würden.

Dieter Freytag zeichnete in seiner Kandidaturrede die wichtigsten Projekte der letzten fünf Jahre in Form eines Stadtrundgangs nach – Vorhaben wie den lange umstrittenen Neubau des Rathauses in der Steinstraße, der endlich Barrierefreiheit, Brandschutz und Wärmedämmung auf der Höhe der Zeit verspreche. Frühere Problembereiche wie die Unterführung an der Haltestelle Brühl-Mitte, die  durch eine Lichtinstallation vom Angst- zum Kunstraum geworden sei. Die Schaffung zusätzlicher Kindergärten, die Brühl eine Betreuungsquote für unter Dreijährige ermöglichten, die die der Nachbarkommunen deutlich übertreffe.

Neue Herausforderungen stünden bevor – den Neubau der Erich-Kästner-Realschule, die durch das Engagement ihrer Lehrer ein großartiges inklusives Profil entwickelt habe, ebenso wie der Ausbau der Gesamtschule, die seit langem enormen Zulauf genieße, und der Umbau der Pestalozzi-Schule. Auch  fehle es in Brühl deutlich an bezahlbaren Wohnungen; die vorhandenen Flächen dürften nicht weiter allein für Einfamilienhäuser eingesetzt oder mit Verweis auf Umweltschutzaspekte zurückgehalten werden: Brühl brauche mehr Geschosswohnungen und sozialen Wohnungsbau; die Brühler Wohnungsbaugenossenschaft Gebausie müsse sich dieser Aufgabe annehmen.

Bildung, Sauberkeit, Stadtentwicklung und eine zukunftsorientierte Wirtschaftsförderung seien ohne qualifizierte Mitarbeiter nicht zu erreichen. Dass kompetente Mitarbeiter Geld kosteten, sei nicht von der Hand zu weisen. Die schwarz-grüne Fraktionsmehrheit, die diese Haushaltsposition kritisiere, sei ihrerseits um die Schaffung teurer Dezernentenstellen nicht verlegen. Dieter Freytag wies darauf hin, dass ihm als früherem Kämmerer die Finanzen der Stadt Brühl immer ein besonderes Anliegen gewesen seien; sie seien heute deutlich erfreulicher als bei seinem Amtsantritt vor fünf Jahren. Der Bürgerdialog sei in Brühl ein fester Teil der kommunalen Demokratie. Demokratie leben, bürgerschaftliches Engagement fördern und neue Formen der Teilhabe entwickeln – darin sei Brühl stark. Das Publikum beantwortete Freytags Rede mit lang anhaltendem Applaus, die Genossinnen und Genossen mit einem fast einstimmigen Votum für die Bürgermeisterkandidatur der diesjährigen Kommunalwahl. Und das Brühler Dreigestirn gab der Versammlung den karnevalistischen Segen.


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