5 Fragen an: Dagmar Andres Bundestagskandidatin für den Wahlkreis 92

Dagmar Andres ist seit 35 Jahren Mitglied in der SPD, seit 7 Jahren Mitglied des Kreistages Rhein-Erft und seit 2 Jahren die Kreisvorsitzende der Rhein Erft-SPD. Im Zeitraum von 2012 bis 2017 war Dagmar Andres bereits Mitglied des Landtages NRW und ist seit 2018 Beisitzerin im Präsidium und Landesvorstand der NRW SPD. Nach so vielen Jahren in der SPD hat man sicherlich viel zu berichten, dazu haben wir ein paar Fragen an sie…

Wenn du auf deine 35 Jahre politische Arbeit in der SPD zurückschaust, wie hat sich die Arbeit im Laufe der Zeit verändert?

Die Arbeit und der Informationsfluss sind schneller geworden, die Reaktionszeit kürzer. Man ist inzwischen immer und überall erreichbar. Das alles ist Segen und Fluch zugleich. Als ich 1986 in die SPD eingetreten bin, hat sich noch niemand Gedanken über den Internet-Auftritt, Gestaltung der Homepage oder Socialmedia gemacht. Wenn man Themen recherchieren wollte, ging man in die städtische Bibliothek. Videomeetings waren nur in Sciencefiction-Filmen möglich, die man wiederum ausschließlich im Kino sehen konnte. Technisch hat sich also viel verändert und ist schneller geworden. Gerade Socialmedia und Smartphones haben dazu geführt, dass man schneller auf politische Entwicklungen reagieren muss und kann. Wenn man früher eine Pressemitteilung zu einem Thema verschickte, die dann irgendwann im Laufe der Woche veröffentlicht wurde, dauerte es wieder längere Zeit, bis jemand mit einem Leserbrief darauf reagieren konnte. Heute hat man innerhalb von Minuten auf einen Post bei Facebook oder einen Tweet auf Twitter unzählige Reaktionen. Das Empörungspotenzial ist dadurch enorm gestiegen. Die Rückmeldungen sind viel unmittelbarer und schneller.

Du bist Vorsitzende der Rhein-Erft SPD, Mitglied des Kreistages und Beisitzerin im Präsidium und Landesvorstand der NRW SPD. Ist das nicht eine Menge Arbeit, die du da zu bewältigen hast? Was motiviert dich dies alles zu tun?

Man wächst an seinen Aufgaben! Bei mir fing das Engagement als Klassensprecherin an, ich wollte mich einsetzen für Fairness und Gerechtigkeit und für diejenigen, die selbst nicht stark genug waren, für sich einzutreten. Dann kam eins zum anderen und nun bin ich halt in verschiedenen politischen Gremien aktiv. Diese Arbeit macht mir Spaß und ich mache sie einfach gerne (meistens). Meine Motivation war immer und ist immer noch: Ich möchte dazu beitragen, die Welt jeden Tag ein klitzekleines bisschen besser zu machen.

Politik wurde lange Jahre von Männern dominiert. Das hat sich in den letzten Jahren glücklicherweise geändert. Was würdest du Frauen, die sich politisch engagieren möchten, mit auf den Weg geben?

Durchhalten!!!!! Nicht entmutigen lassen, erst recht nicht von Macho-Sprüchen! Und wenn´s mal richtig doof wird: aufstehen, Krone richten, weitermachen!

Wenn du auf deine bisherige politische Arbeit zurückschaust: Auf welches Ergebnis, dass du mit der SPD erzielt hast, bist du richtig stolz?

Das sind im Wesentlichen Dinge, die ich als Mitglied des Landtages mit der SPD-Fraktion umsetzen konnte:

  • die meisten finanziellen Mittel jemals „in den Wahlkreis geholt zu haben“
  • den Landeszuschuss für das Brühler Schloss erhalten zu haben (gegen die Kürzungsanträge der CDU)
  • die Finanzierung des Umbaus des Erftstädter Bahnhofs umgesetzt zu haben
  • die (teilweise) Finanzierung des Umbaus der Bahnunterführung in Wesseling gesichert zu haben
  • die massive Erhöhung der jährlichen Neueinstellung bei der Polizei und beim Verfassungsschutz umgesetzt zu haben

Jetzt haben wir dich viel zu Politik gefragt, aber was macht den Menschen Dagmar Andres aus? Gibt es etwas Privates von dir, was wir wissen sollten?

Wenn ich Freizeit habe, bin ich gerne mit meinen Kindern Rico und Nina und unseren Hunden Apollo und Coco unterwegs oder mache auch gerne mal ein Motorradtoürchen mit meiner (roten) Ducati Monster. Meine früheren Hobbies „Gitarre spielen“ und „Kickboxen“ habe ich inzwischen aufgegeben, da die festen Trainingszeiten nicht in meinen Alltag passen, der oft sehr flexibel gestaltet werden muss. Ich reise sehr gerne und bin neugierig darauf, Neues und Menschen kennenzulernen.

Bild: Georg Mevißen

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