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Veröffentlicht: Freitag, 15 März 2019 | von Marcus Venghaus

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Es steckt viel Europa im Rhein-Erft-Kreis!

Wesseling, 15. März 2019


Der SPD-Europaabgeordnete Arndt Kohn diskutierte in
Wesseling über die Europäische Union

Ein zollfreier Binnenmarkt, Freizügigkeit, eine einheitliches Währungssystem – alles Dinge, die für viele Bürgerinnen und Bürger im Rhein-Erft-Kreis schon lange selbstverständlich sind. In den 61 Jahren der Zusammenarbeit der Staaten innerhalbe der Europäischen Union, ist Vieles zur Gewohnheit geworden. Dass dies aber keine Selbstverständlichkeit ist, daran erinnerte der SPD-Europaabgeord-nete Arndt Kohn jetzt bei seinem Besuch der Podiumsdiskussion „Europa – Wozu?“, zu der die SPD-Ortsvereine Brühl, Erftstadt und Wesseling, mit Unterstützung des SPD-Kreisverbands, die interessierte Öffentlichkeit in das Wesselinger Rhein-Forum geladen hatten. „Gerade in Zeiten von Brexit, Donald Trump und einem Erstarken rechtskonservativer Kräfte in ganz Europa ist es wichtig, für die Ziele eines solidarischen Europas als erfolgreiche Handels- und Friedensgemeinschaft zu kämpfen“ betonte der 38-jährige Rheinländer vor dem, mit etwa 100 Gästen gut gefüllten Saal. Welche Bedeutung Europa für die Menschen im Alltag hat, konnte Arndt Kohn deutlich herausstellen: „ Achtzig Prozent der gesetzlichen Regelungen für das Wirtschaftsleben werden in Brüssel beschlossen. Insofern ist die Europäische Politik von hoher Bedeutung. Dien Menschen sollten nicht andere für sich entscheiden lassen. Das Europäische Parlament ist die Stimme der Europäerinnen und Europäer“ so Kohn. Und mit Blick auf den Rhein-Erft-Kreis zeige sich, dass Europäische Fördergelder hier gut investiert worden seien. So hätten etwa das Rheinische Zentrum für Gartenkultur in Erftstadt knapp 750.000 EUR europäische Fördergelder erhalten. 100.000 EUR seien in die Förderung des Vereins „Music4everybody“ geflossen, der in Erftstadt, Zülpich und Vettweiß das interkulturell-orientierte Musiktheaterstück „Open your mind“ zur Aufführung bringen möchte. Auch der Landschaftspark Eichholz in Wesseling, der als Naherholungsgebiet den Übergang zwischen bewohntem Gebiet und landwirtschaftlich genutzten Flächen darstellt, wurde mit Finanzmitteln aus der EU gefördert. Und auch die Verbraucherzentralen in Brühl, Bergheim und Kerpen erhalten europäische Fördermittel.

Panagiota Boventer, SPD-Europakandidatin aus dem Rhein-Erft-Kreis, betonte die Notwendigkeit des Zusammenhalts der verschiedenen Kulturen: „Wir müssen lernen, dass wir unsere Gesellschaft nur voranbringen, wenn der interkulturelle Austausch gefördert und die internationale Zusammenarbeit verstärkt wird. Ausgrenzung und Fremdenhass bringen uns nicht weiter!“ betonte Boventer.

Panagiota Boventer und Arndt Kohn stellten auch die Ziele der SPD für die Europawahl am 26. Mai 2019 heraus: So seien faire Löhne, ein fairer Handel und gute Arbeitsbedingungen in ganz Europa ein wichtiges Ziel. Darüber hinaus sollten Großkonzerne gerechter Besteuert werden. „Ich möchte auch erreichen, dass es künftig keine Briefkastenfirmen mehr gibt, weder auf der Kanalinsel Jersey, noch sonstwo. Unternehmen müssen Ihre Umsätze und Gewinne dort versteuern, wo sie erwirtschaftet wurden.“ forderte Kohn. Boventer und Kohn betonten, sich beide für ein soziales Europa engagieren zu wollen, das unter dem Leitsatz „Einigkeit in Vielfalt“ stehe.

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