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Veröffentlicht: Freitag, 08 Dezember 2017 | von Markus Petrak

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Barrierefreiheit muss an allen Brühler Haltestellen der Linie 18 hergestellt werden

 

Im Laufe des kommenden Jahres wird der zweigleisige Ausbau der Linie 18 abgeschlossen sein und ein verbesserter Takt auf der Strecke eingeführt werden. Dafür hat sich die SPD-Fraktion wiederholt eingesetzt. „Dies wird zu spürbaren Verbesserungen für die meisten Nutzerinnen und Nutzer führen – egal, ob auf dem Weg zur Arbeit oder Schule oder auch in der Freizeit“, betont Wolfgang Weesbach, Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr und Mobilität.

Handlungsbedarf sieht die SPD-Fraktion jedoch an der Haltestelle Badorf. Dort war im Zuge des Ausbaus ein neuer Haltepunkt am zweiten, neu geschaffenen Gleis errichtet worden. Die Haltestelle ist aber nicht barrierefrei für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zu erreichen. Lediglich direkt aus dem Eichweg kommend ist die westliche Seite der Haltestelle ohne Barriere zu begehen. Ansonsten sind beide Seiten auf direktem Weg nur über Treppen oder einen sehr steilen Fußweg zu erreichen bzw. wieder zu verlassen. „Wer diese Wege nicht nutzen kann, muss alternativ mehrere hundert Meter weite Umwege in Kauf nehmen. Das ist für uns ein unhaltbarer Zustand“, so Michael Weitz, Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Die SPD-Fraktion hat mehrfach angemahnt, dass hier gehandelt werden muss. Weitz: „Wenn die neuen Wohngebiete im Brühler Süden errichtet und die Menschen eingezogen sind, wird Badorf eine der am stärksten frequentierten Brühler Haltestellen sein. Ein barrierefreier Zugang muss daher noch in 2018 realisiert werden“. Die Kosten für den Umbau in Höhe von 100.000 € hat die SPD-Fraktion im Rahmen der Haushaltsberatungen beantragt. Wolfgang Weesbach ergänzt: „Jetzt sind die anderen Fraktionen im Rat gefragt. Sie müssen jetzt zeigen, dass Barrierefreiheit nicht nur eine Worthülse ist.“.

Der Hauptausschuss hat in seiner Sitzung vom 4. Dezember 2017 beschlossen, die beantragten Mittel mit einem Sperrvermerk in den Haushalt aufzunehmen. Der Ausschuss für Verkehr und Mobilität soll nun zu einer umsetzbaren Lösung beraten.

 

Einen Vorschlag zur Gegenfinanzierung hat die SPD-Fraktion ebenfalls eingebracht. Sie beantragt die Streichung der Planungskosten in Höhe von 225.000 € in 2018 für den „Alten Friedhof“. In den Folgejahren sind nochmals rund 700.000 € eingeplant. Auch diese will die SPD-Fraktion streichen lassen. Eine solche Summe für Verbesserungen auf dem „Alten Friedhof“ hält sie für unangemessen. Für die Sanierung der denkmalgeschützten Mauer auf dem Friedhof soll die Verwaltung die Kosten für 2019 einstellen. „Die Mauer muss saniert werden. Aber weitere Maßnahmen, wie die Verbesserung der Beleuchtung, das Aufstellen einer Bank oder der Grünschnitt, können ohne Beauftragung eines Freiraumplaners und mit wesentlich weniger Mitteln durch den StadtServiceBetrieb durchgeführt werden.“, stellt Weitz fest.

Diesen Vorschlag hat der Hauptausschuss mit seiner Mehrheit abgelehnt.


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